Die Fluglinie lehnte eine Stellungnahme ab
Sabena könnte nächste Woche Konkurs anmelden

Die Holding der angeschlagenen belgischen Fluggesellschaft Sabena dürfte nach Informationen von Gewerkschaftsvertretern in der nächsten Woche Konkurs anmelden, wenn sich bis dahin keine neuen Investoren finden.

Reuters BRÜSSEL. Die Sabena-Führung sehe offenbar kaum eine andere Möglichkeit, sagte Gewerkschaftssprecherin Inge Vervotte nach einem Treffen mit der Sabena-Geschäftsführung am Freitag. Nach Angaben Vervottes hat die Sabena-Führung für die nächste Woche "wichtige Entwicklungen" angekündigt.Die Sabena hatte im Oktober Gläubigerschutz beantragt, nachdem Anteilseigner Swissair in Zahlungsschwierigkeiten geraten war und der belgischen Fluglinie dringend benötigtes Kapital versagte.

Den Kern der Sabena-Nachfolgegesellschaft wird nach Angaben der Gewerkschaftsvertreterin die Sabena-Tochter DAT bilden, für die der Gläubigerschutz nicht gilt. Nach Worten von Sabena-Chef Christoph Müller kann die Kurzstrecken- Fluggesellschaft DAT zusätzlich Mittel- und Langstreckenflüge übernehmen. Allerdings hätten potenzielle Investoren bereits klar gemacht, dass die neue Fluggesellschaft in kürzester Zeit schuldenfrei sein und profitabel arbeiten müsse, sagte Müller.

Gespräche über eine mögliche Fusion

Am Montag hatte sich der Sabena-Chef mit dem britischen Unternehmer Richard Branson und dem belgischen Wirtschaftsminister Rik Daems zu Gesprächen über eine mögliche Fusion der DAT mit Bransons Billigfluglinie Virgin Express getroffen.

Die neue Fluggesellschaft, die rund um die DAT gegründet werden soll, könnte nach Einschätzung von Inge Vervotte etwa 2 600 Menschen beschäftigen. Müller hatte zuvor in einer Mitteilung an die Belegschaft die Hoffnung geäußert, dass 6 000 der 12 000 Arbeitsplätze durch den Verkauf anderer Tochtergesellschaften - Catering, Fracht und Technik - gesichert werden könnten.

Der Sprecher der Fluglinie, Wilfried Remans, lehnte am Freitag eine Stellungnahme ab. Sabena habe die verschiedenen Möglichkeiten für die Airline mit den Gewerkschaften besprochen, sagte Remans.

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