Die Folgen von Saddams möglichem Sturz
Der Ölmarkt nach Hussein

Der von den USA angestrebte Sturz des irakischen Präsidenten Saddam Hussein würde nicht nur die politische Landkarte in der Region ändern, sondern auch wirtschaftliche Veränderungen zur Folge haben.

Reuters BAGDAD. Nach einem Machtwechsel könnte der Irak Experten zufolge wieder ungebremst von Sanktionen Öl produzieren und zu einem wichtigen Handelspartner zahlreicher Staaten werden - mit massiven Folgen für die wirtschaftlichen Interessen in der Region. Von einer Rückkehr des Landes mit den zweitgrößten Erdölreserven der Welt in die internationale Staatengemeinschaft würden wirtschaftlich nicht alle Staaten profitieren. Sollte der Irak seine Ölexporte erhöhen, könnten andere Staaten der Opec zu den Verlierern gehören.

Vor allem Saudi-Arabien, das etwa zwei Drittel seiner Staatseinnahmen aus dem Ölgeschäft bezieht, könnte unter der irakischen Konkurrenz leiden. Als größte Nutznießer könnten sich US-Ölkonzerne erweisen, die die irakischen Ölreserven fördern wollen. Es könne sein, dass die gegen den Irak verhängten Sanktionen aufgehoben würden und das Land zu seiner früheren Förderquote zurückkehren werde, sagt der Chef-Ökonom der Saudi American Bank, Brad Bourland.

Die Uno hatte nach dem Überfall des Irak auf Kuwait 1990 Sanktionen gegen das Land verhängt, die dessen Ölexporte einschränken. Der Irak will bei einer Aufhebung der Sanktionen seine Öl-Förderung auf sechs Mill. Barrel pro Tag erhöhen. Derzeit exportiert das Land pro Tag 1,2 Mill. Barrel.

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