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Die Formel-1-Bremsen: Kunststück Kühlung

Montreal (dpa) - Auf keiner anderen Formel-1-Rennstrecke werden die Bremsen so stark belastet wie in Montreal. Da die Kühlung der Bremsen Geschwindigkeit kostet, ist es besonders wichtig, eine optimale Lösung zu finden.

Montreal (dpa) - Auf keiner anderen Formel-1-Rennstrecke werden die Bremsen so stark belastet wie in Montreal. Da die Kühlung der Bremsen Geschwindigkeit kostet, ist es besonders wichtig, eine optimale Lösung zu finden.

Durch den Fahrtwind werden die Bremsen der Formel-1-Autos gekühlt. Die einströmende Luft wird durch Löcher in die Bremsscheiben und die Bremsbeläge geleitet. Je nach Strecke werden unterschiedlich große Kühlöffnungen verwendet. In Montreal wird im Vergleich zu anderen Rennen die größte Öffnung benutzt.

Bei einem Bremsmanöver werden Temperaturen von rund 1200 Grad erreicht - deshalb ist die Kühlung so extrem wichtig. Es gilt die Faustregel: Wenn die Belüftungs-Löcher von sehr klein auf sehr groß verändert werden, kostet das rund einen Stundenkilometer Geschwindigkeit.

In Formel-1-Autos kommen Bremsen aus Kohlefaser zum Einsatz, um den Piloten ihre extremen Bremsmanöver zu ermöglichen. Kohlefaser wird auch in Militärjets oder Passagierflugzeugen verwendet. Ein normales Auto wird dagegen durch Stahlbremsen mit einem normalen Bremsbelag zum Stehen gebracht.

In der Formel 1 muss man für einen Satz Bremsen rund 4500 Euro bezahlen. Für Bremsbeläge werden rund 2500 Euro berechnet. Mehr als 200 Sätze Bremsscheiben und doppelt so viele Bremsbeläge werden in einer Saison gebraucht.

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