Die Fusion soll Kosteneinsparungen und besseren Service ermöglichen
DG Bank und GZ-Bank wollen fusionieren

DG Bank und GZ-Bank wollen zum sechstgrößten deutschen Geldhaus fusionieren. Nach den Zahlen von 1999 kämen sie auf eine Bilanzsumme von mehr als 600 Mrd. DM. Die beiden genossenschaftlichen Spitzeninstitute unterzeichneten eine entsprechende Absichtserklärung, wie der Verband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken am Dienstag in Bonn mitteilte.

ap FRANKFURT/BONN. Mit der Fusion sollen den Angaben zufolge Kosten eingespart und die Leistungspalette sowie die Servicequalität verbessert werden. Das neue Institut werde dezentral strukturiert und mit hoher regionaler Entscheidungskompetenz ausgestattet. Die Banken betonten ihre Absicht, das Zweierbündnis zum gegebenen Zeitpunkt auch für die WGZ-Bank zu öffnen. Seit Wochen war über ein Zusammengehen der Bankhäuser spekuliert worden. Dabei hatte es auch Gerüchte um eine Beteiligung der WGZ-Bank gegeben.

Die drei Spitzeninstitute der Volks- und Raiffeisenbanken hatten vor kurzem nach einem Strategiegipfel erklärt, sie wollten näher zusammenrücken. Die DG Bank gilt als angeschlagen, nachdem Wirtschaftsprüfer für 2000 eine Risikovorsorge von etwa 1 Mrd. DM ermittelt hatten. Das Institut wies für 1999 eine Bilanzsumme von rund 243 Mrd. Euro aus und beschäftigte 12 611 Mitarbeiter. Die DG Bank ist das Spitzeninstitut der genossenschaftlichen Bankengruppe mit rund 2 034 Volksbanken, Raiffeisenbanken, Postpar- und Darlehensvereinen.

Erst im vergangenen Herbst hatte die DG Bank eine schwere Schlappe bei ihren europäischen Expansionsplänen einstecken müssen. Die Gespräche mit der niederländischen Rabobank über die Gründung einer gemeinsamen Bank für das Investment Banking und das internationale Firmenkundengeschäft waren gescheitert.

Die GZ-Bank war vor rund einem Jahr aus dem Zusammenschluss zwischen der SGZ-Bank und deren Stuttgarter Schwesterinstitut GZB-Bank entstanden. Sie ist Geschäftsbank für etwa 600 Volks- und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Für 2000 wies sie eine Bilanzsumme 147 Mrd. DM aus.

Nach Angaben des BVR werden jetzt Details zum Zeitplan, zum Synergiepotenzial, Finanzzielen, der Bewertung und der Aufbauorganisation verhandelt. Die Mitglieder der Verhandlungskommissionen beider Häuser auf Vorstandsebene seien benannt.

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