Die halbjährlich stattfindende Messe LinuxWorld gewinnt an Bedeutung
Das Betriebssystem Linux erobert Armbanduhren und Supercomputer

HB SAN JOSE. Das als Unix-Ableger ursprünglich für Server konzipierte Betriebssystem Linux scheint flügge zu werden. Die Metapher hinkt etwas, kann doch der Pinguin - das Masskottchen und Symboltier der Linux-Programmiere nicht fliegen, da er seine Flügelstummel zum Schwimmen und Tauchen braucht. Vergleicht man aber das Internet bildhaft mit der Weite der Meere, dann scheint der Linux-Vogel gerade dabei zu sein, die Ozeane der Computeranwendungen zu erobern.

So ist es IBM-Forschern gelungen, die Einsatzbereiche für Linux-Software von extrem klein bis ganz groß auszuloten. Wenige Tage vor der Fachkonferenz und Messe LinuxWorld, die in dieser Woche in der Silicon Valley Hauptstadt San Jose stattfindet, haben die Entwickler in den IBM Forschungslabors bewiesen, dass sich Linux sowohl in eine Armbanduhr der Zukunft mit Bildschirm-Ziffernblatt wie auch in den geplanten Supercomputer Blue Gene integrieren lässt.

Nach der Beobachtungen von Experten sind es drei Themenbereiche, die derzeit in der Linux-Welt als wichtige Herausforderungen gelten: Zum einen Ausbau und Stabilisierung des Einsatzes auf Serverrechner, vor allem für das Internet, zum anderen Eroberung der Arbeitsplatzrechner (Desktop), die derzeit noch fest in der Hand von Microsoft mit seinen Betriebssystemvarianten von Windows sind- sowie die Integration von Linux als "eingebettetes" (embedded) Echtzeitsystem in kleine Info-Geräte wie Armbanduhren oder Mobilfunk-Handies.

Vor diesem Hintergrund nutzen eine Reihe bekannter Computer- und Elektronik-Konzerne die Veranstaltung in San Jose, um wichtige Ankündigungen ihrer Linux-Strategie und häufig damit verbunden Partnerschaften bekanntzugeben. IBM etwa wählte die LinuxWorld, um gleich eine ganze Salve von Linux-Ankündigungen abzufeuern.

Diese reichten von neuer Drucker- und Testsoftware über eine neue Technik zur Verdoppelung des Speicherplatzes auch bei Linux-Anwendungen bis einem "schlanken" Klienten-Terminal, das mit einer Linux-Version von TurboLinux arbeitet. Mit dem Linux-Softwarehaus Red Hat aus North Carolina hat IBM die gemeinsame Vermarktung von Lösungssoftware und dem Red Hat Linux Paket vereinbart.

Hewlett-Packard dagegen versucht derzeit seine Linux-Anstrengungen im Rahmen einer neuen internen Organisation , der "Open Source and Linux Operations" zusammenzufassen.

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