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Die Helden von New York: Keine Gehaltserhöhung

Tausende New Yorker Polizisten und Feuerwehrleute haben am Donnerstag für mehrere Stunden den Times Square lahm gelegt.

HB/dpa NEW YORK. Sie wollten damit ihren Forderungen nach mehr Gehalt Nachdruck verleihen. Gewerkschaftsvertreter hielten der Stadtregierung vor, dass Feuerwehrleute und Polizisten ungeachtet ihres aufopferungsvollen Einsatzes nach den Terroranschlägen am 11. September seit mehr als drei Jahren keine Gehaltserhöhung bekommen hätten.

"Politiker haben uns am Ground Zero als die Helden New Yorks gelobt", sagte einer der Redner. "Aber unser Einkommen haben sie nicht erhöht." Die Gewerkschaften verlangen vor allem für die niedrigsten Gehaltsgruppen Steigerungen von 23 Prozent innerhalb von zwei Jahren. Die Stadt hatte maximal fünf Prozent pro Jahr in Aussicht gestellt. Einfache New Yorker Feuerwehrleute und Polizisten verdienen derzeit umgerechnet rund 2700 Euro im Monat. Die Summe entspricht etwa der Monatsmiete für eine Drei-Zimmer-Wohnung in den schlechteren Vierteln von Manhattan - New York ist jedoch eine der teuersten Städte der Welt.

Bürgermeister Michael Bloomberg verweigert die Gehaltserhöhungen unter Hinweis auf das Defizit im New Yorker Haushalt von rund fünf Milliarden Dollar (5,1 Milliarden Euro). "Wir können nicht ausgeben, was wir nicht haben", erklärte er. Wesentliche Ursache des Haushaltsloches sind die gesunkenen Steuereinnahmen der Stadt durch Unternehmenspleiten und-abwanderungen nach den Terroranschlägen.

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