Die Hetze ist hausgemacht.
Mitesser Stress

Gefühlte Zeitknappheit macht manchen Business-Lunch zum selbst verordneten Schnellimbiss. Stressforscher sehen das Haar in der Suppe.

So viel Zeit muss sein! Wer das große Wort gelassen ausspricht, ist meistens der Einladende: "Genug geredet, konferiert, palavert! Gehen wir eine Kleinigkeit essen."

Erleichtertes Stühlerücken und vielarmiges Hervorlocken der Uhr unter der Manschette. Der Uhrenvergleich fällt unausgesprochen einstimmig aus - so viel Zeit darf sein, das passt ins Konzept. Gehen wir, aber beeilen wir uns. Denn so viel Zeit haben wir auch wieder nicht.

Wie jetzt? Das scheinbar eilige Phänomen ist längst globalisiert. Kaum dreht sich ein Längengrad über die Mittagszeitgrenze hinweg, wetzen Köche von Ost nach West die europäischen, amerikanischen, asiatischen Messer und harren Kellner des Ansturms zur Lunchtime. Schnell, schnell, sie kommen.

Geschäftsesser, die sich längst zu Business-Lunchern modernisiert haben, haben reserviert. Je weniger Dauer das Lunchen angeblich haben darf, desto mehr Power wird hineingelegt. Abends wäre ja jedes Dinner eine Open-End-Veranstaltung und im sympathischsten Fall sogar höchst absturzgefährdet. Aber zur Lunchtime, so lautet der Kodex aller Geschäftsesser, muss es schnell gehen. Irgendeiner spricht es dann immer aus, dass da ein Zusammenhang zwischen time und money ist . . .

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