Die Hoffnungen in den Emissionsabteilungen ruhten auf T-Mobile
In den Banken steigt die Fieberkurve

Noch versetzt die Dauerkrise am Emissionsmarkt die Banken anscheinend nicht in Panik. Noch ist kein Institut bereit, zu beziffern, welche Konsequenzen ein weiteres Jahr der Flaute bei Aktienplatzierungen für die entsprechenden Abteilungen haben könnte.

hof/pot FRANKFURT/M. Noch versetzt die Dauerkrise am Emissionsmarkt die Banken anscheinend nicht in Panik. Noch ist kein Institut bereit, zu beziffern, welche Konsequenzen ein weiteres Jahr der Flaute bei Aktienplatzierungen für die entsprechenden Abteilungen haben könnte. Doch nachdem BHW und Private Media in den letzten Wochen beim Versuch von Aktienplatzierungen scheiterten und der Stromkonzern EnBW seine Emission verschoben hat, droht nun auch der Hoffnungsschimmer T-Mobile zu verblassen. Nach den Äußerungen von Telekom-Chef Ron Sommer dürfte der anvisierte Juni-Termin für den Börsengangs illusorisch und der November unsicher sein.

Obwohl "Ron Sommer nur gesagt hat, was realistisch ist", wie der Chef einer Konsortialabteilung einer deutschen Großbank meint, dürfte die Auslastung in diesen Bereichen bald die Schmerzgrenze erreichen - mit Konsequenzen für die Beschäftigten. Auch wenn stimmt, was der Leiter des Emissionsgeschäfts einer amerikanischen Bank in Frankfurt sagt, nämlich dass "der Markt durch die Aussagen von Sommer weder besser noch schlechter" wird, so wird er bei einer T-Mobile-Absage doch um ein gutes Stück kleiner. Eine Reduzierung der Kapazitäten wird zwingend.

Bei der DZ Bank etwa steht eine Verkleinerung der Investmentbanking-Sparte allein schon fusionsbedingt an. "Bislang hat es aber keine betriebsbedingten Kündigungen gegeben", sagte ein Sprecher auf Anfrage. Doch die aktuelle Marktlage dürfte auch bei Genossenschafts-Spitzeninstitut den Druck erhöhen, die Strukturen schlanker zu machen. Andererseits werde die Problematik dadurch entschärft, so der Sprecher, dass Investmentbanker von sich aus Chancen nutzen, die sich außerhalb Bankenszene bieten.

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