Die Indizes sind derzeit auf auf dem tiefsten Stand seit Ende 1998
Etwas festere Eröffnung der US-Börsen erwartet

Nach einem zweitägigen Kursrutsch als Folge der Anschläge in den USA dürften die New Yorker Börsen am Mittwoch nach Händlereinschätzung mit leichten Zuwächsen in den Handel starten. Die wesentlichen Terminkontrakte signalisierten mit einem Plus von bis zu einem Prozent steigende Kurse.

rtr FRANKFURT. "Es gibt noch eine große Unsicherheit. Aber ich denke, der Markt kann damit jetzt umgehen", sagte Bryan Piskorowski von Prudential Securities. In Europa tendierten die Börsen gleichwohl erneut etwas schwächer. In Deutschland allerdings legte das Börsenbarometer Dax bis zum frühen Nachmittag leicht zu.

Rund eine Stunde vor Börsenbeginn lagen die maßgeblichen Dezember-Futures für die Nasdaq, den Dow-Jones-Index und den S&P-500-Index im Plus. Während der S&P- und der Dow-Jones-Future Zuwächse um jeweils etwa 0,5 % aufwiesen, tendierte der Nasdaq-Future um 1,2 % höher. Die Terminkontrakte weisen im Allgemeinen auf die Tendenz der US-Börsen zu Handelsbeginn hin.

Die Indizes sind derzeit auf auf dem tiefsten Stand seit Ende 1998

Am Dienstag hatte die New Yorker Wall Street nochmals um 0,2 % schwächer bei 8903 Punkten geschlossen, die Technologiebörse Nasdaq war um 1,55 % auf 1555 Punkte abgerutscht. Am Montag, dem ersten Handelstag nach den Anschlägen auf das World Trade Center in New York und das Verteidigungsministerium in Washington, waren die Kurse an beiden Börsen im Schnitt um rund sieben Prozent eingebrochen. Die Indizes sind derzeit auf dem tiefsten Stand seit Ende 1998.

Die Märkte setzten sich derzeit immer noch damit auseinander, welche Folgen die Anschläge auf die Ergebnisse der Unternehmen haben dürften, sagten Börsianer. "Die tragischen Ereignisse der vergangenen Woche haben eine Auswirkung auf die Wirtschaft, wie man an der zunehmenden Zahl der Ankündigung von Stellenstreichungen sehen kann", sagte Piskorowski. Am Dienstagabend hatte der Flugzeughersteller Boeing angekündigt, wegen des erwarteten starken Rückgangs beim Auftragseingang sollten bis zu 30 000 Stellen abgebaut werden. Die Titel des Softwareherstellers Adobe Systems gerieten im elektronischen Instinet-Handel am Mittwoch unter Druck und notierten mit 27,50 Dollar im Vergleich zu ihrem Dienstagsschluss bei 30,10 Dollar schwächer. Das Unternehmen hatte über gesunkene Umsätze und Gewinne im dritten Quartal berichtet. Biotechnologieaktien notierten vorbörslich jedoch höher. Der weltgrößte Biotechnologie-Konzern Amgen Inc wurde mit 60 Dollar bewertet, verglichen mit 59,38 Dollar bei Vortagsschluss. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, die US-Behörden hätten ein neues Medikament des Konzerns zugelassen.

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