"Die jungen Unternehmen trainieren jetzt Krisenmanagement"
Eichel sieht keine "dot.com-Rezession"

Der Finanzminister sieht in den Entlassungen der vergangenen Monate in der New Economy einen "normalen Prozess auf einem schnell wachsenden Markt". Die "Neue Wirtschaft" sei kein vorübergehendes Phänomen, aber auch nicht die Rettung der deutschen Wirtschaft.

vwd KÖLN. Die Neue Wirtschaft befindet sich ungeachtet krisenhafter Erscheinungen nach den Worten von Bundesfinanzminister Hans Eichel nicht in der Phase des Niedergangs. "Wir stehen nicht am Rande einer 'dot.com-Rezession'", sagte der SPD-Politiker am Donnerstagabend auf dem Achten Deutschen Wirtschaftskongress der Universität Köln. Die zahlreichen Entlassungen der vergangenen Monate in den Firmen der New Economy seien ein normaler Prozess auf einem schnell wachsenden Markt mit intensivem Wettbewerb. "Keinesfalls wird die New Economy zu einer Last für die Gesamtwirtschaft", unterstrich der Minister. In Europa sei dies schon wegen ihres gegenüber den USA noch relativ geringen Gewichts nicht zu befürchten.

"Dass auch am Neuen Markt die Kurse eingebrochen sind, darf nicht überbewertet werden", betonte Eichel. "Die jungen Unternehmen trainieren jetzt Krisenmanagement." Die New Economy sei kein vorübergehendes Phänomen, fügte er hinzu. Auf der anderen Seite sei sie aber auch nicht die "ewige Rettung" der deutschen Wirtschaft. Dies sei auch nicht nötig. "Wer sagt uns, dass wir nicht schon bald eine 'new new economy' haben werden? Gentechnik, Nanotechnologie und andere Bereiche haben ebenfalls riesige Potenziale", sagte Eichel auf dem von der Deutschen Post AG, Bonn, mit organisierten Kongress.

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