Die "Kostenlos-Kultur" im Internet beenden
Nackte Haut soll T-Online in die Gewinnzone bringen

Der Internetdienstleister T-Online International prüft derzeit, auch Erotikangebote auf seinen Seiten anbieten. "Mit Erotik kann man Geld verdienen. Das ist ein lukratives Angebot, welches wir für uns sehr genau analysieren", sagte der Vorstandsvorsitzende von T-Online, Thomas Holtrop, der "Financial Times Deutschland".

ddp HAMBURG. Dieser Schritt käme einer Neuausrichtung des Angebots des größten europäischen Internetanbieters gleich, der zudem darauf hinweist, wie dringend sich T-Online und andere Internetunternehmen um gewinnträchtige Inhalte bemühten.

Holtrop würde mit dem Schritt auch seine Strategie vorantreiben, künftig für Inhalte im Internet Geld zu verlangen. Das T-Online Angebot soll bis zum Jahresende in verschiedene Sparten unterteilt werden, wobei für jede Sparte separat gezahlt würde. Damit verfolgt T-Online ein ähnliches Konzept wie der Medienunternehmer Leo Kirch mit dem Bezahl-Fernsehen. Als Beispiel nannte Holtrop Popkonzerte, die im Internet übertragen werden könnten. Internetnutzer könnten diese Konzerte eine gewisse Zeit im Internet anschauen und müssten dann zahlen. Großen Wert legt Holtrop darauf, dass jede Nutzung einzeln abgerechnet wird. Ein Pauschalangebot, wie etwa einen monatlichen Grundpreis werde es daher vorerst nicht geben.

Auf diese Weise will die Telekom-Tochter bis zum Jahr 2004 aus dem Geschäft mit Inhalten rund 30 Prozent ihres Umsatzes erwirtschaften. Bereits auf der Hauptversammlung Ende Mai hatte Holtrop angekündigt, die "Kostenlos-Kultur" im Internet beenden zu wollen.

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