Die Lage in den Krisengebieten entspannt sich
Die Pegelstände sinken stetig

Der Katastrophenalarm in Magdeburg und der Prignitz ist aufgehoben worden. Die Elbepegel fielen schneller als erwartet, hieß es vom Krisenstab in Magdeburg.

HB/dpa DÜSSELDORF/HAMBURG. Bereits seit Sonntagabend konnten die ersten der etwa 3 000 Bewohner in ihre evakuierten Häuser in der brandenburgischen Prignitz zurückkehren. Auch in Norddeutschland sinken die Pegelstände der Elbe stetig. Nach Auskunft der Krisenstäbe ist die Lage in den meisten Orten zwar stabil, von Entspannung könne aber noch keine Rede sein.

In Berlin beschäftigt an diesem Montag die Finanzierung der Hochwasserhilfen voraussichtlich die Spitzengremien der Parteien. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) will am Nachmittag in Magdeburg mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) über finanzielle Hilfen nach der Hochwasserkatastrophe beraten.

Krisenstab schickt 3 000 Helfer nach Hause

Im niedersächsischen Kreis Lüchow-Dannenberg gefährdet nach Auskunft des Kreises nun das Gewicht der mehr als einer Million Sandsäcke die Festigkeit der Dämme. Der Krisenstab erwäge nun, die Säcke von den Kronen auf die Deichfüße herunterholen zu lassen, um die schwächste Stelle der Dämme zu verstärken.

Nach der Stabilisierung der Deiche in Amt Neuhaus schickte der Krisenstab bereits 3 000 Helfer nach Hause. Mehr als 4 000 Mann seien noch vor Ort. Im Landkreis Lüchow-Dannenberg überlegten die Verantwortlichen, die ersten der 2 100 dort eingesetzten Soldaten abziehen zu lassen. Mit 5 000 Euro Soforthilfe will das Land Niedersachsen den Hochwasseropfern an der Elbe aus existenziellen Notlagen und bei der Schadensbehebung helfen.

Pegelstand sinkt kontinuierlich

Auch in Westmecklenburg und Schleswig-Holstein geht das Hochwasser deutlich zurück. "Wir haben aber nach wie vor eine extreme Belastung der Deiche", sagte Joachim Müller vom Krisenstab in Ludwigslust. Am Montagmorgen lag der Pegelstand bei Hohnstorf gegenüber von Lauenburg bei 8,52 Metern; gegen Mitternacht waren es noch 8,61 Meter gewesen.

Bei Wörlitz in Sachsen-Anhalt wurde am Sonntagabend ein drittes Loch in einen Deich gesprengt, um unter anderem das Unesco- Weltkulturerbe Dessau-Wörlitzer-Gartenreich vor den Fluten zu schützen. Durch die zehn Meter breite und einen Meter hohe Lücke soll das Wasser aus einem Polder schneller zurück in die Elbe fließen.

Durch ein Absenken des Goitzsche-Sees soll auch die Hochwassergefahr für die Region Bitterfeld gebannt werden. Damit solle bereits am Dienstag begonnen werden, teilte ein Sprecher des örtlichen Krisenstabs am Montag mit.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%