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Die langersehnte Weihnachtsrally

Draußen schneit es. New York stehen weiße Weihnachten bevor. In der Börse lassen sich die Anleger von der vorweihnachtlichen Kaufstimmung anstecken, die in der Stadt herrscht. Am Mittag erlebt die Nasdaq die langersehnte Weihnachts-Rally. Die Anleger sind auf Schnäppchenjagd im High-Tech-Bereich.

Von 81 im S&P 500 verzeichneten Aktien verbuchen am Freitag 71 Werte Kursgewinne. Cisco Systems und Microsoft geben dem Nasdaq Index Aufwind. Am Mittag notiert der Index bereits um sechs Prozent höher. Der Dow Jones Indes strebt um fast einen Prozent in die Gewinnzone. Cisco, Microsoft und Hewlett-Packard und Ciena stehen auf der Wunschliste der Anleger. Es sind die Werte, die in den vergangenen Tagen kräftig verloren hatten und nun günstig zur Verfügung stehen.



IBM

steht auf dem Dow Gewinnertreppchen. Spekulationen, dass der Computerriese eine Gewinnwarnung veröffentlichen könnte, hat das Analystenhaus Salomon Smith Barney zerschlagen. Alle Computer-Hersteller die bislang Warnungen ausgesprochen haben, leiden unter der schwindenden Nachfrage im PC-Verbrauchergeschäft. IBMs Verbrauchergeschäft sei jedoch sehr gering, so die Experten. Das Analystenhaus bleibt bei seiner Kaufempfehlung.



Der Rüstungskonzern Litton Industrie gehört zu einem der großen Gewinner an der Wall Street. Der Hersteller von Flugzeug- und Rüstungstechnologie Northrop Grunman will den Konzern übernehmen. Die Übernahme soll in den nächsten zwei Jahren Kosteneinsparungen in Höhe von 250 Millionen Dollar ermöglichen. Die Litton Aktie gewinnt im Vorfeld der Fusion.



Merrill Lynch

fällt nachdem bekannt wird, dass das größte US-Brokerhaus Arbeitsplätze im Aktien- und Anleihenbereich abbauen will. Der abflauende Aktienmarkt wirkt sich mittlerweile stark auf die Gewinne von Anlageunternehmen aus. Doch im Vorfeld der nächsten US-Notenbank verteuern sich die Aktien anderer Brokerhäuser wie Lehman Brothers und Morgan Stanley. Hoffnungen, dass die US-Notenbank auf ihrer nächsten Sitzung die Leitzinsen senkt, feuert die Finanzaktien an. Marktbeobachter hoffen nun sogar auf eine Senkung um einen halben Prozentpunkt. Eigentlich rechnet die Wall Street mit einem viertel Prozentpunkt.



Auf der heutigen Schnäppchenjagd vermeiden Anleger allerdings die Autobranche. General Motors führt die Dow Jones Verlierer an. Der Sektor leidet unter einer Rezession. Der letzte Schreckschuss kam gestern vom zweitgrößten Autohersteller der Welt. Ford gab bekannt, dass das vierte Quartal unter den Schätzungen der Wall Street ausfallen wird. Der Konzern wird voraussichtlich mit 64 Cents Gewinn pro Aktie zehn Cents weniger verdienen als ursprünglich angenommen. Zudem will Ford seine Produktion in Nordamerika Anfang des Jahres um 17 Prozent zurückfahren. Nur noch 1,05 Millionen Fahrzeuge sollen gebaut werden. Die Konkurrenten General Motors und DaimlerChrysler haben bereits ihre Produktionsplanungen gesenkt.

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