Die Leverkusener kommen beim Verkauf von Autan voran
Degussa ist nicht mehr an Bayers Duftstoffsparte interessiert

Beim Bieterwettbewerb um die Bayer-Tochter Haarmann & Reimer (H&R) haben Konzerne aus der Duftstoff-Branche derzeit die Nase offenbar vorn. Bayer-Chef Manfred Schneider bestätigte gegenüber Journalisten, dass noch sieben bis acht Bieter im Rennen um den weltweit fünftgrößten Hersteller von Geschmacks-und Riechstoffen seien und strategische Investoren vorn lägen.

bef DÜSSELDORF. Dagegen gehöre die Degussa AG nicht zu den Bietern. Der weltgrößte Spezialchemiekonzern hatte zunächst Interesse an H&R gezeigt. Offenbar steht der mögliche Eigentümerwechsel bei Degussa hinter dem Rückzug. Denn wie das Handelsblatt berichtete, verhandelt der Energieriese Eon mit dem Steinkohlekonzern RAG über den Tausch eines Degussa-Mehrheitanteils gegen die Ruhrgas-Anteile der RAG.

Zuvor hatte bereits der niederländische Chemiekonzern DSM erklärt, er wolle H&R nicht kaufen. Nach Branchen-Informationen sind die führenden Riechstoff- und Aromahersteller Givaudan (Schweiz) und International Flavors & Fragrances (USA) an der Bayer-Tochter interessiert. Analysten räumen Givaudan wegen seiner Finanzkraft die besten Chancen auf eine Übernahme ein. Bayer verlangt mindestens 1,5 Mrd. Euro für H&R.

Schneider rechnet zudem damit, dass die EU in den nächsten Tagen der Aventis-Cropscience-Übernahme durch Bayer unter Auflagen zustimmen wird. Die Verhandlungen mit den Kartellwächtern stellten Bayer "sehr zufrieden", erklärte der Konzern-Chef, der nach der Hauptversammlung am 26. April in den Aufsichtsrat wechselt. Nach Informationen aus EU-Kreisen muss Bayer sich von Teilen des Insektizidgeschäfts trennen.

Auch beim Verkauf des Geschäfts mit Hauhaltsinsektiziden (Baygon, Mückenmittel Autan) kommt Bayer laut Schneider gut voran. Führende Konzerne der Branche seien an dem Geschäft mit 400 Mill. Euro Umsatz interessiert. Zu den Branchenführern gehören Johnson & Johnson und Sara Lee (beide USA) sowie die britische Reckitt Benckiser

Bayer selbst plane in den nächsten ein bis zwei Jahren keine Großzukäufe, die den Wert von 5 Mrd. Euro übersteigen, sagte Schneider. Für kleinere Übernahmen in der Größenordnung von rund einer Mrd. Euro habe Bayer aber Luft.

Quelle: Handelsblatt

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