Die Medienmanager schielen immer mit einem Auge auf den Aktienpreis
„Zensor USA“ blickt hinter die Kulissen einer schweigsamen Presse

Der Titel "Zensor USA - Wie die amerikanische Presse zum Schweigen gebracht wird" deutet es schon an: Das von Kristina Borjesson herausgegebene Buch befasst sich mit Manipulationen, Unterlassungen und massiven Gesetzesverstößen US- amerikanischer Medien und Behörden.

HB FRANKFURT. Aber diese Erfahrungssammlung mutiger investigativer Journalisten über den Zustand der Pressefreiheit hat im Zeitalter der Globalisierung eine über die Grenzen hinaus gehende Aussagekraft.

Journalisten arbeiten nicht nur in den USA in einem Umfeld, das der Autor Philipp Weiss in seinem Beitrag so beschreibt: "Heute sind die großen Mediengesellschaften Atlanten der internationalen Wirtschaft, ob das den Nachrichtenmenschen gefällt oder nicht. Die Medienmanager schielen stets mit einem Auge auf den Aktienpreis, eine neue Rolle, die sie fast automatisch zu konservativen, nüchternen und konfliktscheuen Menschen werden lässt." Und auch die Journalisten seien zu sehr Teil des Establishment, als dass sie große Lust hätten, "fundamentale Fragen über die Machtausübung der Regierung zu stellen".

Bei den geschilderten skandalösen Fällen bleibt die Wahrheit in den großen "Mainstream"-Medien auf der Strecke. Journalisten, Buchautoren, widerborstige Beamte, lästige Zeugen werden unter Druck gesetzt, totgeschwiegen, ausgetrickst, bedroht. Dass sie auf anderem Wege trotzdem auspacken, erfordert Mut und Opferbereitschaft. Es geht um schmutzige Aktivitäten des Geheimdienstes CIA und des Pentagons, um Rauschgiftschmuggel und militärische Massaker, um Milliardeninteressen großer Konzerne und um fragwürdige Vorgänge bei der Wahl 2000, die George W. Bush zum Präsidenten machte.

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