"Die meisten kommen einfach nicht drauf"
Frauen in der Computerwelt unterrepräsentiert

Trotz der verzweifelten Suche der deutschen Informations- und Telekommunikationsunternehmen nach qualifizierten Nachwuchskräften sind Frauen in der zukunftsträchtigen Branche immer noch eine Seltenheit.

dpa MÜNCHEN. Laut Statistischem Bundesamt seien gegenwärtig gerade einmal 17 % der in Deutschland arbeitenden Computerfachleute weiblich, teilte IBM am Mittwoch bei einer Diskussionsrunde in München mit.

Obwohl mittlerweile mehr Frauen als Männer ihre Schulzeit mit dem Abitur beendeten und diese auch selbstverständlich mit dem Internet arbeiteten, sei ihr Anteil in den IT-Ausbildungen seit den siebziger Jahren dennoch rückläufig, hieß es in einem IBM-Positionspapier. Unter den zwanzig beliebesten Studienfächern bei Frauen tauche Informatik gar nicht erst auf, in den IT-Lehrberufen seien sie mit einem Anteil von lediglich 13,6 % ebenfalls unterrepräsentiert. "Es gilt vor allem, alte Rollenklischees abzubauen. Dass Frauen weniger geeignet sein sollen, ist Quatsch", betonte Andrea Grimm, Leiterin des Anwendungsmanagements bei IBM.

Dabei komme die IT-Brache ohne Frauen auf absehbare Zeit gar nicht mehr aus. "Wenn wir es nicht endlich schaffen, Frauen zu integrieren, haben wir keine Chance, das geplante Wachstum umzusetzen", sagte der Stuttgarter Management-Berater Ulrich Ackermann.

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