Die meisten leben in Bremen und Berlin
In Ostdeutschland mehr Sozialhilfeempfänger

Erstmals nach drei Jahren erhielten im vergangenen Jahr wieder mehr Menschen in Deutschland Sozialhilfe. Die Zahl der Sozialhilfeempfänger sei um 0,8 Prozent auf 2,7 Millionen gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit.

Reuters WIESBADEN. Der Anstieg entfiel den Angaben zufolge fast nur auf die neuen Bundesländer, wo die Zahl der Sozialhilfebezieher um 7,5 Prozent zunahm. In Westdeutschland gab es zum Vorjahr keine Veränderung. Zum ersten Mal seit 1998 ging die Zahl der Sozialhilfebezieher damit nicht mehr zurück, lag aber noch immer 6,7 Prozent unter dem Höchststand von 2,9 Millionen Menschen im Jahr 1997. Rund 60 Prozent der Sozialhilfeempfänger waren im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 64 Jahren, unter ihnen waren wiederum 40 Prozent arbeitslos gemeldet. Der Anteil der ausländischen Hilfeempfänger belief sich auf 22 Prozent.

Auf die staatliche Unterstützung seien vergleichsweise mehr Kinder als ältere Menschen angewiesen gewesen, teilte das Statistische Bundesamt weiter mit. Die Sozialhilfequote, die den Anteil der Hilfeempfänger an ihrer jeweiligen Bevölkerungsgruppe misst, betrug demnach bei Kindern 6,4 Prozent. Im Verhältnis erhielten mehr Frauen als Männer und mehr Ausländer als Deutsche Sozialhilfe. Obwohl im vergangenen Jahr nur in Ostdeutschland an mehr Menschen Sozialhilfe ausgezahlt wurde, lag die Sozialhilfequote mit 2,7 Prozent unter der im Westen von 3,2 Prozent.

Regional betrachtet wiesen die höchsten Sozialhilfequoten die Stadtstaaten Bremen (9,2 Prozent), Berlin (7,7 Prozent) und Hamburg (6,8 Prozent) auf, unter den Flächenländern das Saarland (4,3 Prozent) und Schleswig-Holstein (4,2 Prozent). Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen hatten mit Quoten um zwei Prozent die wenigsten Sozialhilfeempfänger.

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