"Die Menschen sind beim Anblick der Zerstöring apathisch"
"Die Bilder steckt man nicht einfach weg"

"Es ist ernüchternd, wenn man nur zuschauen kann, wie das Wasser steigt und steigt", sagt ein Mitglied der Einsatzleitung des Technischen Hilfswerks (THW), Stefan Duda.

dpa BONN. Die rund 2 000 THW-Mitarbeiter bauen in den betroffenen Gebieten Sandsackwälle auf, entfernen Treibgut oder pumpen Keller leer. Dabei stoßen sie immer wieder auf spontane Hilfsbereitschaft. "Der Zusammenhalt der Menschen hier ist überwältigend", erzählt Duda, der in Dresden gegen das Hochwasser kämpft.

Während des anstrengenden Einsatzes hätten die Helfer nicht viel Zeit, sich Gedanken zu machen. "Aber man steckt diese Bilder nicht einfach weg", sagt Duda. Die Einwohner müssten zusehen, wie ihre Häuser nach und nach in den Fluten versinken. "Die meisten sind bei dem Anblick wie apathisch." Er selbst habe schon viele überflutete Städte gesehen, doch "die Situation in Dresden übertrifft alles." In der Nacht werde bei den rund 300 THW-Mitarbeitern dort noch keine Ruhe einkehren.

Teilweise müssten die Helfer Gebäude gezielt fluten, damit die Wände dem enormen Außendruck durch die Wassermassen standhalten können. "Auch viele Abwasserrohre platzen einfach", berichtet Duda. Für die Helfer beginnt die eigentliche Arbeit allerdings erst, wenn die Pegel wieder fallen. Straßen und Häuser müssten dann sofort gereinigt werden. "Der Schlamm wird sonst steinhart, den kriegt man nie wieder weg."

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