Die Modellpalette von Volkswagen hat Löcher
Vom VW-Luxuswagen D 1 fehlt jede Spur

Der letzte IAA-Auftritt als VW-Chef fällt für Ferdinand Piech eher bescheiden aus. Der Marktstart vom Luxuswagen D 1 lässt weiterhin auf sich warten. Der neue VW-Polo soll die Mittelklasse ansprechen.

dpa-afx WOLFSBURG/FRANKFURT. Mit dem neuen Polo präsentieren die Wolfsburger kein elitäres Schaustück, sondern zielgenau ein Produkt für den VW-Kernmarkt untere Mittelklasse. Keine Spur vom Luxuswagen D 1, mit dem das Unternehmen seine Probleme hat. Ursprünglich für dieses Jahr geplant, lässt der Marktstart weiter auf sich warten. Vertriebskonzept und anspruchsvolle Werkstatt-Technik für den D 1 müssen noch umgesetzt werden. Selbst bei der Schlussfahrt Piechs zu neuen Rekorden bei Absatz, Umsatz und Gewinn im Jahr 2001 läuft also nicht alles rund.

Und der D 1 ist nicht der einzige Beleg. So fehlt VW seit langem ein Mittelklasse-Minivan wie zum Beispiel Opels Zafira. Das A-MPV genannte Auto soll nun ab Herbst 2002 auf Basis des neuen Golfs mit dem eben erst vereinbarten Arbeitsmodell 5 000 mal 5 000 in Wolfsburg gebaut werden. Auf den neuen Golf selbst müssen die Händler noch etwas länger warten. Dabei muss sich das schon etwas in die Jahre gekommene Wolfsburger Erfolgs-Modell in einem immer härteren Wettbewerb gegen wesentlich jüngere Konkurrenz-Angebote behaupten.

Im VW-Angebot fehlt außerdem ein spritziger Stadtlieferwagen wie der Kangoo von Renault, der auch bei Familien Gefallen findet. Hier gebe es ein echtes "Loch", räumte das Management der Sparte Nutzfahrzeuge ein. Dagegen läuft der im vergangenen Herbst mit einem "Facelift" leicht erneuerte Passat gut, auch in den USA schnellen hier die Verkaufszahlen nach oben. Freude bereitet dem Konzern auch die Tochter Skoda. Die Modelle Fabia und Octavia sind so begehrt, dass VW ständig vermutete "Kanibalisierungseffekte" zu Lasten von Polo, Golf oder gar Passat zurückweist.

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