Die N1-Architektur
Javas geistiger Bruder

Mehr Leistung bei sinkenden Budgets: Für die Betreiber von IT-Infrastrukturen ist dies nur über einen technologischen Quantensprung machbar. Den Schlüssel dafür liefert eine neue Architektur.

Die Optimierung von Ressourcen ist eine der großen Herausforderungen dieser Tage. Heute müssen in den Rechenzentren mehr Services abgewickelt werden als je zuvor. Das Management erwartet, dass die IT als zuverlässiges, operatives Rückgrad funktioniert und die Qualität der Geschäftsprozesse sichert - egal, wie komplex die dafür nötige Infrastruktur ist.

Führungskräfte erwarten effiziente Services auch dann, wenn die Aufgaben exponential steigen. Sie erwarten schlicht, dass die IT mit dem strategischen Geschäft optimal mit wächst. Und nicht nur das: Die Leistungen müssen heute fast überall mit reduzierten Budgets erbracht werden.

Die bisher vorliegenden Lösungen stellen sich hier als unzulänglich heraus. Sun ist deshalb der Meinung, dass der nächste Schritt auf einer nächsthöheren Ebene von Effizienz und Betriebszuverlässigkeit angesiedelt sein muss. Aus diesen Überlegungen heraus entwickelt Sun unter dem Codenamen N1 seit 2001 eine Architektur, die für Rechenzentren zum technologischen Meilenstein werden könnte. So, wie es Java anno 1996 für das Internet war.

Auslastungsquote auf dem Tiefstand

Es gilt, das von den Geschäftsleitungen angemahnte Missverhältnis zwischen eingesetzten Ressourcen und Verfügbarkeit wieder in wirtschaftliche Ausgewogenheit zu überführen. Denn Lücken klaffen zwischen den Kleinrechnern und dem Rechenzentrum beispielsweise dort, wo neue Anwendungen zu installieren und auszuführen sind. Jeder neue Services zieht erheblichen Aufwand nach sich. Auch liegt die Auslastungsquote der IT heute auf einem Tiefstand, verursacht durch die Beschaffung von Systemen für jede neue Art von Services.

So gilt es, die Kostensteigerungen in den Griff zu bekommen, ohne an den Leistungen und an der Verfügbarkeit zu sparen. Insgesamt mangelt es an Kostentransparenz, da die steigende Komplexität es erschwert, die tatsächlichen Bereitstellungskosten neuer Services zu ermitteln. In anderen Worten, realistische Rentabilitätsrechnungen sind fast unmöglich geworden, ebenso die Zuordnung der Last zum Verursacher. Nicht zuletzt ist das Lastenverhalten in den Rechenzentren kaum vorhersehbar, da viele - auch geschäftskritische - Anwendungen webbasiert abgerufen werden.

Organisch wachsen

Diese Defizite wurden mit einem Lösungsansatz in der N1-Architektur berücksichtigt. Simpel gesprochen betrachtet N1 das Rechenzentrum als einen riesigen Computer und legt fest, wie das Netzwerk für diesen aussehen muss: Mit einem Ressourcenpool, der organisch wächst und den jeder Anwender jederzeit nutzen kann.

N1 zielt auf einwandfrei funktionierende, kostengünstige Services. Um das zu erreichen, fasst die Architektur die Rechen-, Speicher- und Netzwerkressourcen in einem logischen Pool zusammen, auf den bedarfsgerecht zugegriffen wird, beispielsweise, wenn eine Anwendung ad hoc mehr Speicher benötigt.

Vorab definierte Regeln bestimmen, welche Ressourcen physikalisch eingesetzt werden und woher sie kommen. Ähnlich handhabt N1 Computeressourcen, wenn Anwendungen bei Engpässen zwischen Rechnern ausbalanciert werden müssen, um optimale Auslastung zu erreichen. Insgesamt wird N1 die Administratoren von Routineaufgaben entlasten und die logische Sicht auf das Rechenzentrum eine dramatisch höhere Effizienz und Qualität ihrer Arbeit erlauben.

Die unternehmerischen Vorteile liegen auf der Hand: An die Stelle von Patchwork-Lösungen tritt ein einziges, integriertes System, das alle Ressourcen virtualisiert bereitstellt und wesentlich besser ausgelastet ist. Einbußen bei Skalierbarkeit, Sicherheit oder Netzwerkarchitektur müssen dabei nicht in Kauf genommen werden. Zudem sinkt die Verwaltungskomplexität, da weniger Systemeinzelteile gesteuert werden müssen. Auch werden finanzielle Risiken abgefedert, da Kosten den einzelnen Verursachern transparent und proportional zum Aufwand zugeordnet werden können.

Sein Charme war sein Erfolg

Frank Gilette von Forrester Research betrachtet das N1-Konzept von Sun als das "vollständigste seiner Art". Ohne Frage, N1 ist das umfassendste und aufregendste Technologiekonzept, das Sun Microsystems seit Java entwickelt. Java war plattformneutral und effizienzsteigernd. Das war sein Charme, das war sein Erfolg. N1 wird einen bisher ungekannten Produktivitätsschub für die Betreiber von IT-Infrastrukturen bieten. Was Java für die Entwickler war, ist N1 für die Betreiber.

Freilich sind mit N1 nicht alle Probleme der IT-Welt gelöst, einige wichtige aber allemal. Und das ist Sun Microsystems vierteljährliche Investitionen von rund 500 Millionen Dollar in Forschung und Entwicklung wert.

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