"Die Neutralität gehört uns"
Schweiz stellt Weichen für UN-Beitritt

In der Schweiz haben Regierung, Parlament und die Kantonsvertretung die Weichen für einen UN-Beitritt gestellt. Nach der letzten Zustimmung vom Mittwoch müssen die Schweizer jetzt bei einer Volksabstimmung im kommenden Jahr über die Vollmitgliedschaft in den Vereinten Nationen entscheiden.

dpa GENF. Befürworter eines UN-Beitritts hatten während der Debatte argumentiert, es sei falsch, "in der UN nur zu bezahlen, aber nicht mitbestimmen zu wollen". Die Schweiz dürfe nicht länger als Sonderfall handeln und betrachtet werden. Die Beitrittsgegner meinten hingegen, eine UN-Mitgliedschaft würde Neutralität und Souveränität der Schweiz verletzen. Zudem sei das Vetorecht im UN-Sicherheitsrat undemokratisch.

Außenminister Joseph Deiss warf den Beitrittsgegnern eine "pharisäerhafte Überheblichkeit" vor. Der Platz der Schweiz sei bei der Völkergemeinschaft und nicht auf der Seite eines Rechtsbrechers. Im Beitrittsgesuch solle die Neutralität der Schweiz bekräftigt werden. "Die Neutralität gehört uns", sagte Deiss.

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