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Die Präsidentenwahl von 1995

Der Neogaullist Jacques Chirac siegte am 7. Mai 1995 im zweiten Wahlgang mit 52,6 Prozent der Stimmen als Nachfolger des sozialistischen Präsidenten François Mitterrand.

dpa PARIS. Der sozialistische Gegenkandidat Lionel Jospin kam auf 47,3 Prozent der Stimmen. Die Meinungsforschungsinstitute hatten das Ergebnis vorhergesagt. Im jetzigen Wahlkampf liegen die beiden Hauptkontrahenten Präsident Jacques Chirac und Premierminister Lionel Jospin in etwa gleichauf.

Chirac, langjähriger Bürgermeister von Paris, wurde der fünfte Präsident der Fünften Republik. Der Wahlkampf war damals von einem Duell zwischen Chirac und seinem neogaullistischen Premierminister Edouard Balladur geprägt. Wichtigstes Thema waren die Auseinandersetzungen um die Währungspolitik. Im Jahr 2002 beherrschen dagegen die zunehmende Gewalt in den Städten, die Arbeitslosigkeit und die Renten den Wahlkampf.

Zur ersten Runde traten am 23. April 1995 neun Kandidaten an. Überraschungssieger wurde Lionel Jospin mit 23,3 Prozent der Stimmen, gefolgt von Chirac mit 20,8 Prozent der Stimmen. Dritter wurde der Neogaullist Balladur, der 18,5 Prozent der Stimmen bekam. Auf den Rechtsextremen Jean-Marie Le Pen entfielen 15 Prozent. In der ersten Runde lag die Wahlbeteiligung bei 78,3 Prozent, in der zweiten bei 79,6 Prozent. Es gab knapp 40 Millionen Wahlberechtigte.

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