Die Produkte des Jahres 2002
Im Rausch der Schnäppchen

Für 39 Euro nach Barcelona, für die Hälfte nach Paris oder mal für nen halben Euro kurz nach Oslo? Der Billigflug hat den Durchbruch in Deutschland geschafft. Was einst mit Ryanair auf der britischen Insel begann, versetzte die Deutschen im Krisenjahr 2002 in einen Schnäppchenrausch.

ebe DÜSSELDORF. Spätestens mit dem Start der ambitionierten Neulinge Germanwings und Hapag Express-Lloyd ist Billigfliegen hierzulande salon- und mehrheitsfähig geworden.

Ryanair und Co. haben dafür gesorgt, dass die Flugpreise von Lübeck bis München in den Tiefflug übergegangen sind: Neuerdings können alle billig, sogar der exquisite und gewöhnlich für sündhaft teuer erachtete Platzhirsch Deutsche Lufthansa. Der hat seinen niedrigsten Tarif innerdeutsch inzwischen auf 88 Euro für einen Hin- und Rückflug abgesenkt. Konkurrenz belebt das Geschäft.

Weil auch Deutsche BA, Air Berlin und viele andere ausländische Anbieter inzwischen Billig-Tickets unters deutsche Volk streuen, erwarten Marktbeobachter auch für 2003 eine Schnäppchenflut. Die Preise werden erst wieder steigen, wenn sich die Euphorie gelegt und im Angesicht des harten Verdrängungswettbewerbs die ersten Anbieter die Segel gestrichen haben. Flüge zum Preis einer Salatgurke werden trotz allem eine Seltenheit bleiben: Wer keinen Millionenverlust als PR-Gag abschreiben will, sollte sich vor Ein-Euro-Aktionen hüten, wie sie kürzlich Germanwings anbot. Um einigermaßen profitabel fliegen zu können, benötigen selbst die sparsamen Aldis der Lüfte im Durchschnitt zwischen 60 und 80 Euro pro einfacher Strecke und Passagier.

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