Die Produkte des Jahres 2002
Pixelschlacht macht Zelluloid das Leben schwer

Bessere Technik und fallende Preise haben 2002 der digitalen Kamera zum Durchbruch verholfen. Wurden 2001 weltweit 12,4 Milliarden Fotos mit digitalen Kameras aufgenommen, sollen es nach Expertenmeinung 2005 etwa 30 Milliarden sein.

pos DÜSSELDORF. Die neue Technik stimuliert nicht nur den Absatz hochwertiger Computer, die zur Bildbearbeitung benötigt werden, sie hat auch eine neue Sparte der Filmentwicklung geschaffen. Der Wandel ist dramatisch. Ende der 80er Jahre brachte Fotospezialist Fuji überhaupt seine ersten Digitalkameras auf den Markt, heute wird mit Digitalprodukten fast die Hälfte des Umsatzes bestritten.

In Deutschland dürften im Jahr 2002 rund 2,4 Millionen Digitalkameras verkauft werden, schätzt Fuji Deutschland. Ein Plus von 100 % zum Vorjahr und nur noch knapp 600 000 Stück weniger als Analogkameras. Schrittmacher war eine rasante Qualitätssteigerung bei gleichzeitig dramatisch fallenden Preisen. Die digitalen Bilderzauberer haben mittlerweile die Bildqualität ihrer analogen Spiegelrelex-Kollegen erreicht. Dabei sind sie aber deutlich einfacher in der Handhabung und sprechen so auch Fotolaien viel stärker an an als ihre Vorgänger mit dem Silberfilm.

Dass die Geräte nicht nur gekauft, sondern auch genutzt werden, zeigt der Trend bei Europas größtem Fotodienstleister Cewe Color: Die Bestellung von Ausbelichtungen von Digitalaufnahmen explodierte bei Cewe zwischen September 2001 und 2002 um 480 % auf 5,2 Mill. Abzüge.

Etwas im Abseits etehen derzeit allerdings digitale Camcorder. Die immer noch recht kostspieligen Geräte leiden unter der Konsumflaute und leeren Taschen bei den Konsumenten: Mit 620 000 Geräten (davon rund 85 % digital) werden dieses Jahr wohl 30 000 weniger als im Vorjahr abgesetzt werden und 2003 geht es weiter abwärts auf rund 600 000, ahnt der Branchenverband GfU.

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