Die Reform des Bildungswesen in Bremen wurde vertagt
Bildungspolitik bildet den Stolperstein für eine künftige Koalition

Der PISA-Leistungstest hat es zu Tage gebracht: Das Schulsystem in Bremen krankt. Im nationalen Vergleich ist das Land Schlusslicht. So hatten etwa bei der Lesekompetenz Bayerns Schüler einen Lernvorsprung von zwei Jahren.

HB/dpa DÜSSELDORF/BREMEN. Bildungssenator Willi Lemke (SPD) zeigte sich "schockiert". Die CDU kreidete das miserable Ergebnis der SPD an, die seit 1947 das Bildungsressort innehat. Die große Koalition beschloss ein 24-Millionen-Euro-Programm, mit dem unter anderem Lese-Intensivkurse finanziert werden.

Die wichtige Reform des Schulsystems hat die Regierung jedoch in die nächste Wahlperiode vertagt und damit den großen Graben zwischen SPD und CDU vorerst zugedeckt. Im Kern geht es darum, was an die Stelle der Orientierungsstufe treten soll. Einig sind sich beide Parteien nur, dass sich diese Schulform für die Klassen 5 und 6 nicht bewährt hat.

Die CDU will ein striktes dreigliedriges Schulsystem mit Anbindung der 5. und 6. Klassen an die weiterführenden Schulen. Die SPD spricht sich dagegen für eine sechsjährige Grund- oder Basisschule aus und erhält dafür Zustimmung von den Grünen. Unabhängig vom Ausgang der Wahl müssen die rund 93 000 Schüler und 6000 Lehrkräfte in Bremen in der kommenden Wahlperiode auf jeden Fall mit Veränderungen rechnen.

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