"Die Riester-Rente kommt gut voran"
Schmidt erwartet Jahresendspurt zur Riester-Rente

"Die Versicherungswirtschaft erwartet bis Ende des Jahres vier Millionen abgeschlossene private Altersvorsorgeverträge", sagte Schmidt am Donnerstag vor Journalisten in Berlin.

Reuters BERLIN. Die Zahl der Versicherungsverträge als eine der Varianten zur staatlich geförderten privaten Altersvorsorge bliebe damit hinter den ursprünglichen Erwartungen von fünf Millionen Abschlüssen in diesem Jahr zurück. Schmidt sagte dennoch: "Die Riester-Rente kommt gut voran." Sie verband dies mit dem Aufruf, beim Vertragsabschluss nicht zu zögern. Nur wer vor dem Jahreswechsel noch einen Altersvorsorgevertrag unterzeichne, könne mit der vollen Förderung für das Jahr 2002 rechnen.

Bis Ende September wurden in der Versicherungsbranche laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) rund 2,5 Millionen Riester-Verträge registriert. Zur Erwartung von vier Millionen Abschlüssen zum Jahresende zeigte sich der GdV zurückhaltend. "Wir hoffen immer noch auf diese Zahl", sagte eine Sprecherin auf Anfrage.

Die unter dem früheren Arbeitsminister Walter Riester (SPD) beschlossene kapitalgedeckte Altersvorsorge soll auf freiwilliger Basis im Alter die Einkünfte aus der gesetzlichen Rente ergänzen. Für jüngere Generationen werde die Rente im Alter zur Lebenstandardsicherung nicht mehr ausreichen, sagte Schmidt. Die Riester-Rente stellt es frei, einen mit Zulagen geförderten privaten Vertrag mit Finanzdienstleistern zu schließen oder sich einem betrieblichen Vorsorgevertrag anzuschließen. Betriebliche Verträge gelten als lukrativer, da sie auf die von Steuern und zunächst auch von Sozialabgaben befreite Umwandlung von Gehaltsteilen in Sparbeiträge setzen. Einzahlungen zur Riester-Rente sind seit Jahresanfang möglich.

Schmidt wies darauf hin, dass für fast 19 Millionen Arbeitnehmer durch Tarifverträge bereits die Möglichkeit der betrieblichen, staatlichen geförderten Zusatzvorsorge bestehe. Wie viele davon schon Gebrauch machen und Verträge unterschrieben haben, konnte Schmidt nicht sagen. Der Präsident der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), Herbert Rische, sagte, man werde erst im zweiten Quartal 2003 einen Überblick haben, wie viele Verträge zur privaten oder betrieblichen Altersvorsorge abgeschlossen worden seien. Beim BfA ist die zentrale Zulagenstelle angesiedelt, die ab nächstem Jahr die Zuschüsse zur Riester-Rente auszahlt.

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