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Die schwersten Zwischenfälle mit Atom-U-Booten seit 1970

afp MOSKAU. Die Havarie des russischen Atom-U-Boots "Kursk" in der Barentssee ist nicht der erste atomare Zwischenfall auf See. AFP dokumentiert im folgenden die schwersten Unglücke der vergangenen 30 Jahre.

April 1970:
Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums sinkt ein sowjetisches Atom-Unterseeboot vor der spanischen Atlantikküste. Laut Pentagon kommen mindestens 88 Soldaten ums Leben.

Juni 1983:
Ein sowjetisches Unterseebot mit Atomantrieb der Bauart "Charlie" geht vor der Halbinsel Kamschatka im Nordpazifik unter. Dem US-Geheimdienst zufolge befinden sich 90 Menschen an Bord.

7. April 1989:
Eine Explosion auf dem sowjetischen Atom-U-Boot des Typs "Mike" löst ein Feuer aus, in dem 42 Menschen ums Leben kommen. Moskau zufolge ist das Risiko einer radioaktiven Verseuchung der Unglücksstelle ausgeschlossen. Das Schiff befindet sich in internationalen Gewässern etwa 500 Kilometer vor Norwegen.

29. Mai 1992:
Bei einer Explosion an Bord eines russischen Atom-U-Boots kommt ein Mensch ums Leben, vier weitere werden verletzt.

20. März 1993:
In der Barentssee kollidieren ein russisches und ein Unterseebot der USA. Es gibt weder Verletzte noch radioaktive Strahlung.

18. August 1993:
Bei der Kollision des französischen U-Boots SNA Rubis mit dem Öltanker Lyria vor Toulon im Mittelmeer tritt offiziellen Angaben zufolge wenig Radioaktivität aus.

30. März 1994:
Auf dem französischen Atom-U-Boot "Emeraude" explodiert einer von zwei Dampfkondensatoren. Dem Kapitän zufolge sterben zehn Menschen.

7. November 1994:
Ein Atom-U-Boot der US-Marine, "USS La Jolla", rammt ein kleineres Militärschiff während eines Seemanövers vor der kalifornischen Küste. Es gibt keine Opfer.

17. Mai 1996:
Das US-Unterseeboot "Jacksonville" kollidiert vor der Küste des US-Bundesstaates Virginia mit einem saudischen Schiff. Das U-Boot wird beschädigt, aus dem Reaktor des Schiffes tritt jedoch keine Radioaktivität aus.

26. Januar 1998:
Bei einem Unfall im Reaktorraum eines russischen U-Boots vor der Halbinsel Kola kommt ein Mensch ums Leben, vier weitere werden verletzt. Radioaktive Strahlung wird nicht freigesetzt.

5. Mai 1998:
An Bord eines russischen Atom-U-Bootes, das mit 16 Interkontinentalraketen und jeweils vier Atomsprengköpfen bestückt ist, ereignet sich ein schwerer Unfall. Der Zwischenfall in der Barentssee wird vom Kommando der Flotte dementiert, am 27. Mai jedoch in der Presse vermeldet.

13. August 2000:
Ein russisches Atom-U-Boot mit mehr als 100 Menschen an Bord läuft in der Barentssee auf Grund. Den Marinesoldaten droht der Erstickungstod.

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