Die Situation in Großbritannien ist sehr Besorgnis erregend
Erste deutsche Bauernhöfe unter Quarantäne

Als Vorsichtsmaßnahme gegen die Maul- und Klauenseuche sind am Wochenende erstmals auch deutsche Bauernhöfe unter Quarantäne gestellt worden. Es handle sich um Höfe, die in den vergangenen Wochen Tiere aus Großbritannien geliefert bekommen hätten, sagte der Staatssekretär im Bundesverbraucherschutzministerium, Alexander Müller, am Montag im ARD -"Morgenmagazin".

ddp KÖLN. Die Veterinärbehörden der Länder hätten das ganze Wochenende über die Tierexporte überwacht. Anhand der Überwachungslisten seien dann die Quarantäne-Maßnahmen verhängt worden.

Müller machte deutlich, dass er die Gefahr einer Verbreitung der Maul- und Klauenseuche auch in Deutschland sieht. Die Situation in Großbritannien sei "sehr Besorgnis erregend". In Deutschland hätten die Behörden das Problem aber derzeit "noch im Griff". Bisher gebe es keine Hinweis, dass die sehr ansteckende, für den Menschen aber ungefährliche Seuche in der Bundesrepublik angekommen sei.

Nach Angaben des Staatssekretärs gibt es zwei denkbare Vorbeugungsmaßnahmen gegen die Maul- und Klauenseuche: Zum einen könnten Tiere, die aus den betroffenen Gebieten stammen, aber noch keine Erkrankungssymptome zeigen, vorsorglich geschlachtet und in Tierkörperbeseitigungsanlagen «unschädlich beseitigt» werden. Zweitens könne eine so genannte "Ringimpfung" eingeführt werden. Darüber solle bei der Experten-Sitzung am Montag beraten werden. Er hoffe jedoch, dass in Deutschland der "Ernstfall" nicht eintreten werde und es bei "präventiven Maßnahmen" bleiben könne, betonte der Ministeriumsvertreter.

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