Die sportliche BMW-Tochter feiert 30. Geburtstag
BMW M3 CSL macht Porschefahrern Appetit

Seit 30 Jahren pflegt BMW besonders mit seinen M-Modellen die sportliche Tradition. Zum Jubiläum bieten die Münchener mit dem M3 CSL ein Leichtbau-Sportcoupé an, das sich durch überragende Fahreigenschaften auszeichnet. Zielgruppe ist eine äußerst zahlungskräftige Kundschaft.

HB/pha MÜNCHEN. Die sportliche Seite von BMW demonstriert das Unternehmen alle zwei Wochen anschaulich in der Formel 1. Keine Frage, die weißblaue Marke ist untrennbar mit dem Motorsport verbunden. Ohne die Rennsportaktivitäten wäre BMW nicht das, was es heute in der Welt des Automobils verkörpert. Dekoriert mit höchstem sportlichem Lorbeer haben sich die Bayern inzwischen ganz oben auf der Imageskala festgesetzt.

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Synonym für diese Positionierung im Markt sind die Modelle der M-GmbH, die seit nunmehr 30 Jahren den Kern der Marke BMW widerspiegelt. "Eine Firma ist wie ein Mensch. Treibt sie Sport, ist sie durchtrainiert und leistungsfähiger." Gesagt hat das Bob Lutz, ehemals BMW-Vorstandsmitglied und heute Entwicklungschef von General Motors, als vor 30 Jahren die BMW M-GmbH aus der Taufe gehoben wurde.

Viele M-Fahrzeuge haben inzwischen die Herzen sportbegeisterter Automobilisten höher schlagen lassen. Doch seit nunmehr 15 Jahren ist der M3 auf Basis der BMW 3er Baureihe der unumstrittene Primus und das meistverkaufte Modell der sportlichen Tochtergesellschaft. Der M3 wurde zur Inkarnation des leistungsstarken Tourenwagens. Kein anderer BMW vermittelt so viel Fahrfreude, keiner rückt den traditionellen Sportwagen so nah auf den Pelz wie der kompakte M3.

Ebenfalls von Anfang an dabei: das Kürzel CSL. Es steht für die drei Begriffe Coupé, Sport sowie Leichtbau und geht zurück auf einen der erfolgreichsten BMW-Renntourenwagen in den 70er-Jahren. Nun kommen die traditionsreichen Buchstaben zu neuen Ehren. Zum Geburtstag der M-GmbH präsentiert BMW den M3 CSL, der im Frühjahr 2003 zu einem Preis von etwa 75 000 Euro auf den Markt kommen soll. "Nicht die Leistungssteigerung stand im Vordergrund der Entwicklung des CSL, sondern intelligenter Leichtbau", wie Adolf Prommesberger, Chef der M-GmbH, anmerkt.

Denn das absolute Gewicht und die Massenträgheit eines Automobils um die Hochachse sind ausschlaggebend dafür, wie der Fahrer die Fahrdynamik erlebt. Wie sportlich sich ein Auto fährt, ist also wesentlich mehr vom Gewicht als von hoher Motorleistung abhängig.

Beim M3 CSL wurde diese Erkenntnis aus dem Rennsport beeindruckend umgesetzt. Mit nur wenigen PS mehr (360 statt 343) als der Basis-M3, aber annähernd 200 Kilogramm weniger Gewicht geht das Leichtbau-Sportcoupé an den Start. Für Entwicklungschef Gerhard Richter ist die Sache klar: "Wenn wir im M3 CSL das Leistungsgewicht senken, heben wir die Kraftschnelligkeit und schaffen damit den Sprung in eine neue Dynamik."

Um dieses hoch gesteckte Ziel (weniger Kilogramm pro PS) zu erreichen, setzten Richters Ingenieure auf den konsequenten Einsatz von kohlefaserverstärktem Kunststoff. Dachpartie, Frontschürze, Kofferraumdeckel, Heckspoiler, Tür- und Seitenverkleidungen sowie die Mittelkonsole bestehen aus diesem leichten Werkstoff. Dazu Sitze aus glasfaserverstärktem Kunststoff und eine Heckscheibe aus Dünnglas. Weiteres Gewicht wurde durch den Verzicht auf viele Komfortextras wie Klimaanlage, Sitzheizung und elektrische Verstellung von Außenspiegeln oder Sitzen eingespart.

Das alles macht den M3 CSL zu einem puristischen Sportgerät, in dessen Mittelpunkt allein die Fahrfreude steht. Diesem Zweck sind Einrichtung sowie Getriebe und Fahrwerksauslegung untergeordnet. Schalensitze mit perfektem Seitenhalt, ein Lenkrad mit griffigem Wildlederkranz verbessern zusätzlich die Handhabung des Wagens. Das sequenzielle Schaltgetriebe à la Formel 1, die Fahrwerksabstimmung, die direkte Lenkung oder das Motormanagement, das Gaswechsel mit extremer Spontaneität ermöglicht, sind nicht weit vom Rennsport entfernt.

Bei den Fahreigenschaften heißt es: Porsche-Fahrer aufgepasst. Das Handling des M3 CSL braucht keinen Vergleich zu scheuen. Das "110-Prozent-Auto", wie Gerhard Richter es bezeichnet, schwingt mit einer Leichtigkeit und Präzision durch Kurven, dass dem Beifahrer dabei schnell schwindelig werden kann. Der BMW M3 CSL ist somit das ideale Spielzeug für zahlungskräftige Manager, die nach einer stressreichen Woche etwas für ihren Adrenalinspiegel tun wollen.

Quelle: Handelsblatt

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