Die Steuer wird da erhoben, wo sie entsteht...
Was sind Quellensteuern?

ddp BERLIN. Eine Quellensteuer wird im Gegensatz zu anderen Steuern nicht beim Steuerpflichtigen erhoben, sondern direkt dort, wo das Einkommen entsteht. In Deutschland ist dieses Verfahren beispielsweise bei der Besteuerung von Dividenden auf Aktienbesitz üblich: Ein Aktionär erhält die Dividendenzahlung nicht in voller Höhe, sondern das Unternehmen zieht die zu zahlende Kapitalertragsteuer ein und leitet diese an das Finanzamt weiter. Steuerzahler ist dennoch nicht das Unternehmen, sondern der Aktionär. Diese Quellensteuer wird dem Aktionär auf seine persönliche Einkommensteuerschuld angerechnet und ist als Steuervorauszahlung des Aktionärs anzusehen, die in die jährliche Steuererklärung einfließt.

Im Gegensatz zu Dividenden werden Zinseinkünfte, beispielsweise aus Anleihen, von der Zinsabschlagsteuer erfasst. Diese ist entgegen ihrer Bezeichnung im allgemeinen Sprachgebrauch keine Quellensteuer, da das Kreditinstitut des Anlegers die Steuern an das Finanzamt abführt und nicht etwa der Emittent der Anleihe. Zinseinkünfte von Anlegern, die ihren Wohnsitz nicht in Deutschland haben, sind von der Besteuerung ausgenommen.

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