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Die Talfahrt am Neuen Markt geht weiter

Die am Neuen Markt notierten Aktien haben zum Wochenbeginn ihre Talfahrt fortgesetzt.

dpa-afx FRANKFURT. Nachdem bereits in der Vorwoche neue Tiefststände markiert worden waren, tastete sich der Nemax 50 im Handelsverlauf gefährlich nahe an die 1 000 Punkte heran, hielt sich aber über dieser psychologisch wichtigen Marke.

Das Barometer der 50 wichtigsten Werte am Neuen Markt verlor bis zur Schlussglocke 0,51 % auf 1 055,22 Punkte. Der Nemax All Share gab um 0,89 % auf 1 097,77 Zähler nach. Etwas Luft verschaffte den Aktien am späten Nachmittag die sich langsam ins Plus bewegende US-Technologiebörse Nasdaq , die bis Börsenschluss in Frankfurt um 0,12 % auf 1 869,30 Punkte gewann.

Börsianer halten es für gut möglich, dass der Nemax 50 in dieser Woche noch unter 1 000 Punkte sinkt. "Dazu müssten nur noch einmal die amerikanischen Märkte richtig schwach werden", sagte ein Händler. "Selbst wenn wir diese Grenze unterschreiten - viel schlechter kann die Marktstimmung nicht werden", sagte ein anderer Marktbeobachter.



Ganz an das untere Ende des Nemax 50 zog es die Aktien des Kabelnetzbetreibers Primacom. Der Rutsch sei eine Korrektur nach den jüngsten heftigen Kursaufschlägen, sagten Händler. Am Freitag hatten Gerüchte um eine Übernahme durch den US-Konzern Liberty Media die Runde gemacht. Primacom verloren am Montag 14,57 Prozent auf 8,50 Euro.

Biodata notierten ebenfalls schwach. Nachdem die Titel des Herstellers von internetbasierten Sicherheitsprodukten am Freitag auf ein neues Jahrestief gerutscht waren, gaben sie erneut um 17,06 Prozent auf 6,95 Euro nach.

Tiscon stürzten 37,82 Prozent auf 1,20 Euro ab. Das Unternehmen hatte zuvor seine Umsatzprognose für das erste Halbjahr auf 15 Mill. DM gedrosselt. Für das Ergebnis vor Steuern und Zinsen rechnet Tiscon nun mit 7,7 Mill. DM. Das Unternehmen verwies auf das schwierige Marktumfeld und halbierte die Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr auf 27 Mill. DM nach bisher 58 Mill. DM.

Abwärts ging es auch für die Aktien der Filmproduktionsgesellschaft Me, Myself & Eye. Zwei Mitglieder des Vorstandes hatten ihren Rücktritt angekündigt, kurz nachdem das Unternehmen seine Halbjahreszahlen vorgelegt hatte. Danach hat MME in den ersten sechs Monaten den Verlust vor Zinsen und Steuern mit 6,4 Mill. DM mehr als verfünffacht. Die Aktien gaben um 22,35 Prozent auf 0,66 Euro nach.


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Wird der Nemax-All-Share-Index im Monat August unter die 1000 Punkte-Marke fallen?

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