Die Technik zum Suchen und Finden
Ortsbestimmung mittels Satelliten, Funkzellen und Rechenverfahren

Mehr zur mobilen Zukunft im Mobile Special

jgo DÜSSELDORF. Auf verschiedene Arten lässt sich die Position der Kunden ermitteln. Den geringsten Aufwand breitet dabei die Ortung über die Funkzelle. In städtischen Ballungsräumen ist die Genauigkeit vergleichsweise hoch; in ländlichen Gebieten hingegen, in denen starke Sendemasten große Flächen bedienen, kann die Zellgröße bei bis zu 20 Kilometern liegen. Da inzwischen bereits 60 % der Bevölkerung mobil telefonieren, werden die Netze immer dichter geknüpft; zudem benötigt der Mobilfunk der dritten Generation zusätzliche Antennen, so dass sich die Abdeckung weiter erhöhen dürfte.

In den USA ist eine höhere Präzision bei der Bestimmung der Kunden zudem gesetzlich vorgeschrieben. Die US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission ( FCC ) verlangt, dass im Oktober 2001 jedes Telefon bis auf 125 Meter genau lokalisiert werden muss.

Genauer wird die Ortsbestimmung aber auch hier zu Lande, wenn zusätzlich GPS (Global Positioning System) eingesetzt wird, das schon jetzt in Autonavigationssystemen verwendet wird. Trotz einiger Einschränkungen - so wird die Präzision für zivile Zwecke künstlich reduziert und auf Bewegung oder geschlossene Räume ist das System nicht ohne weiteres eingerichtet - versprechen sich Analysten viel von der Kombination von GPS und Mobilfunktechnik. Noch aber sind GPS-Module nicht tauglich für den Massenmarkt. Auf dem Markt sind bislang das Benefon Esc Navigation, ein Telefon eines finnischen Herstellers, dem in Deutschland kaum Chancen eingeräumt werden, und ein Aufsatz für den Organizer Handspring.

Die Lücke nutzen will vor allem das Unternehmen Cambridge Positioning System, das ein Rechenverfahren entwickelt hat, das anstelle von GPS eingesetzt werden kann. Beim so genannten E-TOD-Verfahren (Enhanced Observed Time Difference) wird im Telefon allerdings ein Zusatzmodul benötigt, das seine Position anhand der Signale der nächstgelegenen Stationen errechnet. In der Branche genießt das Verfahren mittlerweile Anerkennung. So konnte das Startup im Februar eine dritte Finanzierungsrunde über knapp 32 Mill. $ abschließen; zu den Investoren gehörten Ericsson, Infineon und der Risikokapitalzweig des Chipherstellers Intel.

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