Die Technologiewerte erholten sich im Zuge der freundlicheren Stimmung am US-Wachstumsmarkt
US-Börsen ziehen Dax am Abend ins Plus

Im Schlepptau der US-Börsen hat der Dax am Mittwochabend die Gewinnzone erreicht.

ddp FRANKFURT. Bei mäßigen Umsätzen verzeichnete der Dax um 17.30 Uhr ein leichtes Kursplus von 4,79 Zählern auf 6 630,35 Punkte. Das Hoch markierten bis zu diesem Zeitpunkt 6 655,36 und das Tief 6 534,82 Zähler.

Der Kurs des Euro verbesserte sich weiter. Die Europäische Zentralbank (EZB) stellte den Referenzkurs am Mittag mit 0,8650 US-$ fest. Das waren 0,0089 US-$ mehr als am Dienstag. Ein $ kostete somit 2,2611 DM nach 2,2846 DM am Vortag. An den internationalen Devisenmärkten wurde der Euro am Mittag mit 0,8616 US-$ gehandelt.

Das Handelsgeschehen sei weitgehend an den Verlauf der Nasdaq gekoppelt gewesen, sagte ein Börsianer. Insbesondere die Technologiewerte erholten sich im Zuge der freundlicheren Stimmung am US-Wachstumsmarkt etwas von ihren Tiefständen. Eine Ausnahme seien SAP , die nach dem Durchbrechen mehrerer technischer Unterstützungslinien in größerem Maßstab verkauft worden seien, kommentierte ein Händler. Bankwerte litten unter dem schwächeren Geschäft ihrer Hypothekentöchter. So habe Dresdner-Bank-Chef Fahrholz bereits eine Ergebnisbelastung im Gesamtkonzern auf Grund der Entwicklung bei der Tochter Deutsche Hyp eingeräumt.

Gewinne verbuchten vor allem RWE , die sich um 1,80 auf 49,05 Euro verteuerten (+3,81 %). Das Unternehmen hatte am Nachmittag Übernahmepläne für den US-Wasserversorger E-Town bestätigt. Henkel legten 2,63 auf 72,88 Euro zu (+3,74 %), ohne dass Händler fundamentale Gründe für den Anstieg nennen konnten. "In unsicheren Zeiten entdecken Anleger eben konservative Titel neu", hieß es zur Begründung. Siemens verteuerten sich um 3,93 auf 138,50 Euro (+2,92 %). Tagesverlierer waren SAP mit einem Minus von 11,00 auf 162,50 Euro (-6,34 %). Dresdner Bank verbilligten sich um 1,84 auf 42,76 Euro (-4,13 %) und Volkswagen um 1,85 auf 59,15 Euro (-3,03 %).

Der Neue Markt der Frankfurter Wertpapierbörse verzeichnete erneut Verluste. Der Nemax 50 verlor bis 17.45 Uhr rund 1,2 % auf 3 357,59 Zähler. Gegenüber seinem Tagestief bei 3 227,34 Zählern zeigte sich der Index damit allerdings deutlich erholt. Das Hoch markierten 3 382,51 Punkte. Gauss Interprise verloren 0,65 auf 5,60 Euro (-10,40 %). ricardo.de büßten 1,35 auf 13,60 Euro ein (-9,03 %) und Heyde 1,00 auf 10,90 Euro (-8,40 %). D.Logistics gewannen 8,40 auf 66,50 Euro (+14,46 %). Primacom verbesserten sich um 1,64 auf 13,89 Euro (+13,39 %) und ADVA um 4,25 auf 59,90 Euro (+7,64 %).

Die Nebenwerte am deutschen Aktienmarkt zeigten im Tagesverlauf keine einheitliche Tendenz. Während sich der SDax mit einem Minus von 0,28 Zählern auf 3 112,22 Punkte kaum veränderte, gewann der MDax 40,95 auf 4 776,87 Zähler hinzu. Dies war auch das Tageshoch bis 17.50 Uhr. Den Tiefstand markierten 4 664,81 Punkte. Deutlich fester notierten Altana , die 8,75 auf 148,50 Euro gewannen (+6,26 %). ProSiebenSat.1 verteuerten sich um 1,98 auf 34,00 Euro (+6,18 %). Im Markt halten sich Gerüchte, dass die Gruppe das Medienunternehmen EM-TV übernehmen will. Beiersdorf legten 7,00 auf 128,00 Euro zu (+5,60 %). Tagesverlierer waren DePfa, die 11,50 auf 75,70 Euro einbüßten (-13,22 %). Das Unternehmen hatte mit seinen Neun-Monatszahlen die Markterwartungen enttäuscht. Spar gaben 0,20 auf 1,90 Euro nach (-9,52 %) und Rheinmetall 0,52 auf 6,18 Euro (-7,76 %).

Die europäischen Standardwerte im Euro-Stoxx 50 zeigten sch am Abend überwiegend fester. Bis 17.55 Uhr verbesserte sich der Index um 17,19 auf 4 910,65 Zähler. Das Hoch markierten 4 921,83 und das Tief 4 826,91 Punkte. L´Oreal verteuerten sich um 3,35 auf 93,50 Euro (+3,72 %). RWE gewannen 1,60 auf 48,85 Euro(+3,39 %) und Banco Santander 0,32 auf 10,63 Euro (+3,10 %). Dresdner Bank verbilligten sich um 1,78 auf 42,82 Euro (-3,99 %). Endesa verloren 0,64 auf 19,22 Euro (-3,22 %) und Deutsche Bank 2,34 auf 86,16 Euro (-2,64 %).

Das Tief am Aktienmarkt steht nach Einschätzung von Händlern noch bevor. Die Entwicklung an der US-Börse Nasdaq sei derzeit noch zu unsicher, um an größere Käufe zu denken, sagte ein Börsianer. Als Untergrenze werde derzeit die Marke von 2 600 Zählern im Nasdaq-Index angesehen. Mittelfristig sollten sich an der Börse allerdings die Wachstumsperspektiven der amerikanischen Wirtschaft in steigenden Kursen niederschlagen. Ängste vor einer Rezession seien angesichts der Wachstumsraten im dritten Quartal jedenfalls unbegründet.

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