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Die teuersten Viren der Welt

Viren verursachen Milliardenschäden. Sicherheitsexperten listeten die teuersten Viren des Jahres 2001 auf. Mit der Verbreitung von fertigen Viren-Vorlagen oder cleveren Entwicklungstools wächst der Personenkreis der potenziellen Störer der EDV-Welt.

wiwo DÜSSELDORF. Werden alleine die Schäden betrachtet, so gab es im vergangenen Jahr ein Trio, dass klar vorn lag: Nimda, Code Red und SirCam. Da bei einem Störfall die Bemühungen der Sicherheitsexperten zuerst der Datensicherung und der Reanimation der Netzwerke dienen, bleiben Kostenbetrachtungen und oft auch eine Dokumentation außen vor.

Steven Trilling, Entwicklungs-Chef bei Symantec Security Response, glaubt, dass die Schäden durch Virenverseuchung immer größer werden. Sind die Kosten auch riesig, so ist das Benennen einer Größenordnung schwierig. Trilling: "Ob es nun zehn Milliarden Dollar oder 100 Milliarden Dollar im Jahr 2001 waren, ist schwer zu sagen." Nach Ansicht von Trilling bewegt sich der Verlust zwischen den beiden Marken.

Die Meinungen gehen auch auseinander, welche Virus den meisten Ärger oder die meiste Arbeit verursachte. Trilling meint aus dem Bauch heraus: "SirCam und dann Nimda." Bei den Kosten haben Ökonomen in den USA ein anderes Ranking aufgeschrieben. Code Red verursachte demnach Schäden in Höhe von 2,62 Milliarden Dollar, SirCam kostete 1,15 Milliarden Dollar und Nimda war mit 635 Millionen Dollar am billigsten.

Viren-Angriffe werden teurer

Ein anderes Ranking wird in den USA gepflegt, das eine Ziffer von eins bis zehn vergibt, wobei die zweistellige Zahl den größten denkbaren Ärger beziffert. Der Virus Love Letter aus dem Jahr 2000 erreichte den Höchstwert nach Einschätzung von Michael Erbschloe, Vice-President für Entwicklung des Unternehmens Computer Economics aus Carlsbad in Kalifornien. Die Kalkulation der Carlsbader rechnet vor, dass der gefährliche Liebesbrief Unternehmen und Regierungen um 8,75 Milliarden Dollar ärmer machte.

Die Sicherheitsexperten erklären unisono, dass die Hacker-Attacken und zukünftigen Viren-Angriffe teurer werden. Die Logik sei wesentlich besser und die bisherigen Rekordmarken werden leicht übersprungen. Praktisch könne heute jedes Großunternehmen, wenn nicht gar ganze Branchen, durch eine Viren-Attacke lahm gelegt werden.

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