"Die Tür wird für für Dänemark weiterhin offen stehen."
Fischer will EU-Reformen intensivieren

Reuters BERLIN. Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) hat das Nein der Dänen zur Einführung des Euro bedauert und als Konsequenz aus dem Votum zu verstärkten Reformbemühungen in der Europäischen Union (EU) aufgerufen. In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung des Ministers heißt es, die Entscheidung sei ein besonderer Ansporn, die anstehenden institutionellen Reformen der EU erfolgreich abzuschließen. Er sei zuversichtlich, dass in Dänemark noch nicht das letzte Wort über den Euro-Beitritt gesprochen sei. "Die Tür wird für für Dänemark weiterhin offen stehen." Die dänische Bevölkerung hatte am Donnerstag mit 53,1 % gegen die Einführung des Euro gestimmt.

Fischer sagte, die Stärkung der Handlungs- und Reformfähigkeit der EU sei das beste Mittel gegen euroskeptische Bedenken. Im Magazin "Focus" sagte der Minister, mangelnde politische Stärke der Europäischen Union sei eine wesentliche Ursache der Euro-Schwäche. "Währung ist nicht zuletzt das Symbol politischer Macht. Hier muss die EU noch mehr überzeugen." Auch deshalb stünden die Staats- und Regierungschefs "unter höchstem Druck", sich im Dezember in Nizza auf die EU-Reformen zu verständigen.

Für alle Anhänger der europäischen Einigung bedeute die dänische Entscheidung, dass die Debatte um die "unbestreitbar positiven Effekte des Euro" intensiv fortgesetzt werden müsse, heißt in Fischers-Erklärung. Dadurch würden diese positiven Effekte auch in der öffentlichen Wahrnehmung stärker zum Tragen kommen.

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