Die Umsätze sinken
Die Börsen trocknen jetzt aus

Fast täglich heißt es in diesen Tagen "Lustloser Handel" und "geringes Handelsvolumen". Am Montag gab es an den europäischen und US-Börsen die geringsten Umsätze des Jahres.

DÜSSELDORF. Händler und Analysten begründen die geringen Volumina mit der Ferienzeit, in der die Umsätze immer am niedrigsten sind. Doch die Experten gewinnen der Entwicklung in diesem Jahr etwas Positives ab: Die Lethargie könnte das Ende der Baisse einläuten.

"Nicht nur die Umsätze, auch die Kursschwankungen nehmen ab", meint Achim Matzke von Commerzbank Securities. Dies seien Signale dafür, dass die Märkte nach der langen Talfahrt nun "austrocknen" und einen Boden bildeten. Ein Einstieg dränge sich damit aber noch nicht auf. Dafür fehlten die Kaufsignale.

Im Deutschen Aktienindex (Dax) wechselten am Montag 40 Mill. Aktien den Besitzer. An durchschnittlichen Tagen liegt die Zahl bei über 60 Mill. In Spitzenzeiten gehen schon mal über 300 Mill. Aktien um. Ähnlich trist ist die Lage in den USA: Hier lag das Volumen am Montag im Dow-Jones-Index bei 138 Mill. Anteilsscheinen. Zur Orientierung: Ein sehr ruhiger Tag ist, wenn weniger als 200 Mill. Aktien gehandelt werden.

Noch geringeres Handelsinteresse an den High-Tech-Börsen

Noch deutlicher lahmt das Interesse an den High-Tech-Börsen. 1,19 Mrd. Aktien wechselten zu Wochenanfang an der Nasdaq den Besitzer. An "normalen" Tagen werden über 1,5 Mrd. Aktien gehandelt. Im Nemax 50 gingen ganze 7,48 Mill. Aktien um - hier waren es einst zehnmal so viel. Bedenkt man, dass sich die Aktienkurse häufig gedrittelt oder gar gezehntelt haben, wiegt der Rückgang im Aktien-Handelsvolumen noch krasser.

"Viele Investoren sind im Urlaub, und das Handelsinteresse ist gering. Angebot und Nachfrage sind sehr ausgeglichen. Mittelfristig gibt es deshalb Hoffnung, dass der kontinuierliche Druck nach unten deutlich rückläufig ist", sieht Uwe Wagner von der Deutschen Bank Chancen für eine Stabilisierung. Der Dax könne bis 5 700 oder 5 800 Punkte laufen - aber nur unter der Voraussetzung, dass das Börsenbarometer auf dem jetzigen Niveau bei 5 400 Punkten Halt findet.

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