Die Vorsorgekolumne
Frohe Botschaft aus Berlin

Der Begriff „Entgeltumwandlung“ ist nicht gerade so gewählt, dass Vorsorgewillige gleich weiter lesen möchten. Doch wer sich von dem Amtsdeutsch schrecken lässt, verpasst eine der attraktivsten Sparformen für die Altersvorsorge: das steuer- und sozialabgabenfreie Sparen über den Betrieb. Der Wermutstropfen dabei war bisher, dass der Staat ab 2009 seine Förderung einschränken will. Doch jetzt kommen gute Nachrichten aus Berlin. Es soll auch nach 2009 ordentlich Geld aus dem öffentlichen Topf geben. Ein Blick auf diese Form des Vorsorgesparens lohnt damit erst recht.

Aus 100 Euro Nettoeinkommen werden jeden Monat 210 Euro Beitrag zur Betriebsrente: so lukrativ kann die Entgeltumwandlung sein. Der Arbeitgeber zweigt die Beiträge aus dem Bruttoeinkommen ab, bis maximal 2520 Euro im Jahr (vier Prozent des abgabepflichtigen Einkommens). Auf das abgezweigte Gehalt muss der Arbeitnehmer in der Ansparphase keine Steuern zahlen, bis Ende 2008 auch keine Sozialabgaben. Im Nettogehalt ist damit nur ein Teil der eingezahlten Beträge zu spüren. Weil auch die Firmen bis jetzt auf die umgeleiteten Gehälter keine Sozialabgaben zahlen, geben fürsorgliche Arbeitgeber häufig ihre gesparten Sozialbeiträge oben drauf.

Besonders bei hohen Steuersätzen ist die Entgeltumwandlung lukrativ. Mit der Sparleistung von netto knapp 100 Euro kann es ein 40-jähriger Arbeitnehmer der Steuerklasse I und einem entsprechend hohen Einkommen später ohne weiteres auf eine Zusatzrente von 550 Euro im Monat bringen. Das Sahnehäubchen liefert dabei der Zinseszins aus den gesparten Steuern und Sozialabgaben.

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