Die Vorteile der neuen Technik
IFA soll Verbraucher für digitales Fernsehen begeistern

Analog ist out, digital ist in. Einmal mehr propagieren TV-Hersteller und Fernsehschaffende auf der Internationalen Funk-Ausstellung in Berlin (IFA), für wie bedeutsam sie die baldige Einführung des digitalen Fernsehens halten.

ddp BERLIN. Vom "Ende einer Verschwendung" ist da auf der offiziellen IFA-Internetseite unter www.ifa-berlin.de zu lesen, da die neue Technik viel weniger Übertragungskapazitäten über Kabel und Satellit beanspruche. Statt bislang ein einziges analoges Programm zu liefern, könne man mit der gleichen Kapazität dank digitaler Technik fünf bis zehn Programme übertragen. Zusätzlich ist die Sendequalität besser und zusätzliche Funktionen stehen zur Verfügung. Bis zum Jahr 2010, so das Ziel der Bundesregierung, soll die komplette Fernsehübertragung von der analogen auf die digitale Technik umgestellt sein.

Die Verbraucher kümmert das bislang recht wenig, das digitale Fernsehen - wie auch der digitale Rundfunk - fristen in Deutschland noch ein Schattendasein. Kaum ein Kunde sieht ein, warum er sich mit digitalen - und damit viel teureren - Empfangsgeräten ausstatten soll. In der Radiobranche hat man schon reagiert: im Frühjahr schlossen sich bedeutende Gerätehersteller und Radiostationen zusammen, um unter dem gemeinsamen Namen "Initiative Marketing Digital Radio" (IMDR) Stimmung für die neue Technik zu machen.



Ähnliches schwebt nun auch den TV-Machern vor. Ergebnis der Bemühungen bislang: die Multimedia Home Plattform (MHP), ein Standard, der eine einheitliche Schnittstelle zwischen Endgeräten und den neuen digitalen Diensten bilden soll. Damit brauchen Verbraucher nicht mehr wie bislang unterschiedliche Endgeräte, um die Programme der verschiedenen Anbieter empfangen zu können.

Zur IFA, die am Samstag in Berlin beginnt, wollen viele Hersteller die Kunden nun endgültig mit neuentwickelten Geräten für die digitale TV-Welt begeistern. Das fränkische Traditionsunternehmen Loewe (www.loewe.de) aus Kronach setzt noch eins drauf und rüstet seine digitalen Fernseher auf Wunsch mit eigenen Internetoptionen aus. Unter der Bezeichnung Media Plus sollen die speziellen TV-Geräte zudem Möglichkeiten wie E-Mail-Empfang oder die Steuerung von Licht und Heizung bieten. Klickt der Benutzer also per Fernbedienung eine Web-Funktion an, öffnet sich auf dem TV-Monitor eine zusätzliche Bildfläche.

"Wir wollen unsere Digitalfernseher als Schaltzentrale im vernetzten Haus etablieren", betont Loewe-Sprecher Roland Raithel. Mit einem einzigen Gerät lassen sich somit die digital übertragenen Bundesligaspiele anschauen und gleichzeitig per Internet die Türsprechanlage des Ferienhauses auf Mallorca überwachen. Raithel ist überzeugt, dass die Zukunft des digitalen Fernsehens in seiner Vielfältigkeit liegt: "Mit den zusätzlichen Vernetzungsfunktionen wird vielen Nutzern überhaupt erst klar, welche Vorteile ihnen Digital-TV im Alltag bietet."

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