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Die vuelta - ein Grossereignis in Spanien

Nach drei Monaten Ferien sind die meisten spanischen Eltern mehr als glücklich, ihre Kinder am kommenden Montag wieder der Schulleitung überlassen zu können. Vor allem solche, die arbeiten gehen.

Nach drei Monaten Ferien sind die meisten spanischen Eltern mehr als
glücklich, ihre Kinder am kommenden Montag wieder der Schulleitung
überlassen zu können. Vor allem solche, die arbeiten gehen. Morgens um 9.30
Uhr werden die Kinder hingebracht und vor 17 Uhr sind sie meist nicht wieder
zuhause. Gegessen wird in der Schulkantine. Im September läuft jedoch wegen
der Hitze noch halbes Programm, die Kinder kommen schon nach dem Essen nach
Hause. Ab Oktober geht es dann wieder in die Vollen.

Viele Eltern haben die lange Ferienzeit überbrückt, indem sie ihre Kinder
ins Zeltlager oder auf einen langen Urlaub zu den in Spanien stets
enkelfreundlichen Grosseltern geschickt haben. Wer es sich leisten kann,
ermöglicht schon Zehnjährigen den Sprachaufenthalt im Ausland. Die nicht
sehr femdsprachbegabten Spanier sind derzeit sehr bemüht, ihre Kinder
möglichst international
zu erziehen. Das hat auch dazu geführt, dass Englisch auch in öffentlichen
Schulen schon ab drei Jahren Pflicht ist. Auch für unsere fast dreijährige
Tochter, die ab Montag in die Vorschule geht und schon jetzt interessiert in
ihrem Englisch-Buch blättert. Ebenfalls gefragt sind zweisprachige private
Erziehungsinstitute, darunter auch die deutsche Schule in Madrid. Um das
Geld dafür aufzubringen, arbeiten meistens beide Eltern.

Diese sind dann eben auch glücklich, wenn ihre Kinder wieder in den
gewohnten Trott kommen und sie nicht den ganzen Tag rumorganisieren müssen.
Die vuelta, wie in Spanien die Rückkehr zur Schule nach den Sommerferien
gennannt wird, macht aber auch die Verlage und Schreibwarengeschäfte
glücklich. Denn in Spanien bezahlen die Familien die Bücher selbst. Das gilt
auch für öffentliche Schulen. Bei zwei Kindern kann man da am Anfang des
Schuljahres locker mit Ausgaben um die 250 Euro rechnen. Hinzukommen im
Laufe der Monate Mittagessen, Ausflüge, Schreib- und Bastelmaterial etc..
Selbst Kinder im Vorschulalter haben bereits Bücher, auch wenn sie noch gar
nicht lesen können.

Toller Anspruch im Vergleich zu Deutschland, wo Kinder mit drei Jahren
gerade mal in den Kindergarten gehen und dort vor allem basteln und
Sozialverhalten lernen, nicht aber auf die Schule vorbereitet werden. Aber
vielleicht ist es auch ein bisschen übertrieben kommerziell, denn bis jetzt
sprechen die kleinen Spanier noch kein bisschen besser Englisch als ihre
deutschen Altersgenossen.

--
Stefanie Müller
Korrespondentin/Corresponsal

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