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'Die Welt': Zwei Karstadt-Banken wollen aussteigen - geringe Summen

Dem angeschlagenen Handelskonzerns Karstadt-Quelle drohen einem Pressebericht zufogel neue Schwierigkeiten mit seinen Banken. Nach Informationen der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe) wollen zwei der 16 kreditgebenden Institute aussteigen.

dpa-afx BERLIN. Dem angeschlagenen Handelskonzerns Karstadt-Quelle drohen einem Pressebericht zufogel neue Schwierigkeiten mit seinen Banken. Nach Informationen der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe) wollen zwei der 16 kreditgebenden Institute aussteigen. Beide Banken sind laut "Welt" jedoch nur mit geringen Summen beteiligt. "An sich ist der Ausstieg von zwei kleinen Kreditgebern kein Problem", zitiert das Blatt Finanzkreise. Gefährlich werde es erst, "wenn eine Sog-Wirkung entstehen sollte und andere Institute nachziehen". Die ausfallenden Kreditsummen sollen auf die verbleibenden Banken verteilt werden. Karstadt-Quelle hat Schulden in Milliardenhöhe.

Die Banken hatten zuletzt in Aussicht gestellt, die bisherige Kreditlinie von 1,6 Mrd Euro für die Dauer der Sanierung zu verlängern, wenn auch die anderen Beteiligten - vor allem Anteilseigner und Gewerkschaften - Opfer für die Sanierung bringen. Bisher sei die Gruppe aus Sorge vor einem Dominoeffekt sehr darauf bedacht gewesen, Ausstiege einzelner Institute zu verhindern. Aus Finanzkreisen ist laut Zeitung jedoch auch die Meinung zu hören, daß eine Verringerung der Zahl der Geldgeber für die tägliche Arbeit durchaus sinnvoll sein könne. "Je weniger Stimmen es dabei gibt, desto besser. Potentielle Veto-Kandidaten, die nur wenig Kapital einbringen, kann Karstadt-Quelle jetzt nicht gebrauchen", zitiert die "Welt" einen Mitarbeiter eines der Geldhäuser.

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