Die wichtigsten Hilfsangebote
Deutsche Militärhilfe: vom ABC-Panzer bis zu Sanitätssoldaten

Nach den Äußerungen von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zu einer bevorstehenden direkten Beteiligung der Bundeswehr am Anti-Terror-Kampf wird verstärkt darüber diskutiert, wie dieser Beitrag aussehen könnte.

afp BERLIN. Im Folgenden kurz die wichtigsten möglichen Hilfsangebote:

Spürpanzer Fuchs: Die Bundeswehr verfügt über unterschiedliche Kräfte und Mittel zur Aufklärung von atomarer, biologischer und chemischer (ABC) Verseuchung. Ein wesentlicher Bestandteil der ABC-Abwehrtruppe des Heeres ist der Spürpanzer Fuchs. Das schwimmfähige Fahrzeug, das Platz für vier Soldaten bietet, besitzt die Fähigkeit, atomare, biologische und chemische Verseuchungen zu erkennen, zu markieren und Proben für Feinanalysen zu nehmen. Das 17 Tonnen schwere «rollende Labor» wurde bereits im Golf-Krieg von den USA, Großbritannien und Israel eingesetzt. Ab 1997 wurde der Panzer nachgerüstet, unter anderem mit neuen Messgeräten. Dabei wurde auch die Erfahrungen aus dem Golf-Krieg berücksichtigt.

Transall C-160 Das Transportflugzeug wurde in den 60er Jahren gemeinsam mit Frankreich entwickelt. Mit den riesigen Maschinen können sowohl Truppen als auch Material transportiert werden. Was sie für einen Einsatz möglicherweise auch in Afghanistan interessant macht, ist, dass sie Lasten im Tiefflug abwerfen können. Damit könnten sie bei der Verteilung von Lebensmittelpaketen verwendet werden. Die Transall-Maschinen wurden für eine ähnliche Aufgabe bereits in Bosnien eingesetzt, wo sie in den Jahren 1993 bis 1995 rund 2100 Tonnen Hilfsgüter - vor allem Lebensmittel und Medikamente - verteilten. Das inzwischen veraltete Flugzeug soll binnen der nächsten Jahre von einem neuen europäischen Militärtransporter abgelöst werden, der deutlich schneller fliegen kann als die nur 500 Stundenkilometer erreichende Transall.

Seefernaufklärer Atlantic: Das Aufklärungsflugzeug Breguet 1150 Atlantic ist für die Seeüberwachung konzipiert: Der Flieger ist mit einem Radar ausgestattet, das U-Boote aufspüren kann. Zur Zerstörung der feindlichen Boote sind Torpedos an Bord, zur Bewaffnung gehören darüberhinaus Wasserbomben und Minen. Die Atlantic-Flugzeuge sind aber auch für Such- und Rettungsaufgaben geeignet.

Sanitätssoldaten: Aufgabe der rund 26.000 Sanitätssoldaten in der Bundeswehr ist es, "die Gesundheit der Soldaten zu schützen, zu erhalten und wiederherzustellen". Als Zielgruppen nennt der Sanitätsdienst neben den eigenen Soldaten auch zivile Patienten und Soldaten anderer Nationen. Der Sanitätsdienst verfügt über mobile Rettungsstationen wie speziell umgerüstete Flugzeuge und Lazarette. Im Verteidigungsfall wächst der Sanitätsdienst auf etwa 80.000 Soldaten und 20.000 Zivilisten an. Sanitätssoldaten der Bundeswehr nahmen 1992 erstmals an einer UN-Friedensmission in Kambodscha teil. Seither wurden deutsche Sanitätssoldaten zu mehreren Einsätzen ins Ausland geschickt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%