Die wichtigsten Kandidaten
Das Kandidatenkarussell

Klaus Mangold (59) gilt als der Kandidat mit den besten Aussichten auf Sommers Nachfolge. Er ist Vorstandsmitglied bei Daimler-Chrysler und für den Bereich Dienstleistungen/Zentral- und osteuropäische Märkte verantwortlich.

Mangold und Schröder kennen sich schon lange. Bei Daimler-Chrysler gilt Mangold als eher farbloser Vorstand. Ende Oktober 2003 läuft sein Vertrag in Stuttgart aus. Offiziell hieß es gestern aus seinem Umfeld, er wolle sich auf die Arbeit bei Daimler konzentrieren.

Gerhard Cromme (59) gilt als knallharter Sanierer. Bis September vergangenen Jahres war er Vorsitzender des Vorstands der Thyssen-Krupp AG. Als neuer Aufsichtsratschef des Stahl- und Maschinenbaukonzerns wacht er seitdem darüber, dass die Fusion der einstigen Erzrivalen erfolgreich abgeschlossen wird. Als Leiter der Regierungskommission Corporate Governance setzt sich Cromme zudem für eine effektivere Kontrolle des Managements durch seine Eigentümer ein. Mit 59 Jahren wäre Cromme noch nicht zu alt für den Spitzenjob. Doch er will nicht und sei auch nicht offiziell angesprochen worden, teilte ein Sprecher mit.

Ad Scheepbouwer (57) eilt der Ruf eines kühlen Strategen und erfolgreichen Sanierers voraus. Er hat die niederländische Post zu einem der größten Logistikkonzerne aufgebaut. Seit November ist er an der Spitze des niederländischen Telekomkonzerns KPN, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Nach Informationen aus Regierungskreisen wäre Scheepbouwer durchaus ein Wunschkandidat für die Sommer-Nachfolge. Aus dem Umfeld des Niederländers heißt es dazu: Scheepbouwer wolle erst seine Aufgabe bei KPN erfolgreich beenden.

Jürgen Dormann (62) hat sich einen Namen gemacht mit dem radikalen Umbau des Hoechst-Konzerns und der anschließenden Fusion mit Rhône-Poulenc zum Pharmakonzern Aventis, der Nummer sechs der Pharmabranche. Dass Dormann inzwischen ein gefragter Sanierer ist, bestätigte sich im November 2001, als er die Nachfolge von Percy Barnevik als Präsident des Verwaltungsrates beim angeschlagenen Elektrokonzern ABB antrat. Wegen seiner Saniererqualität ist er auch als Sommer-Nachfolger im Gespräch. Aventis will diese Gerüchte nicht kommentieren.

Kai-Uwe Ricke (41) ist Chef der Telekom-Mobilfunksparte T International. -Mobile Im Telekomvorstand ist Ricke für die Sparten T-Mobile und T-Online zuständig. Der Manager hat unter anderem die nicht ganz einfache Aufgabe, den US-Mobilfunker Voicestream zu integrieren. Ricke gilt als starker Mann hinter Ron Sommer, aus dem Umfeld des Telekom-Aufsichtsrats heißt es, er sei noch zu jung, um Sommers Nachfolge anzutreten. Zudem sei er dafür wohl zu loyal, auch wenn er die Qualitäten durchaus mitbrächte.

Gerd Tenzer (59) ist im Telekom-Vorstand für Produktion/Technik verantwortlich. Lange Zeit galt er als Nummer zwei hinter Sommer - bis der Telekom-Chef Ricke und der im Vorstand für das Festnetz zuständige Josef Brauner mehr Verantwortung bekamen. Tenzer gilt jedoch als gute Interimslösung, falls Sommer abberufen werden und es noch keinen Nachfolger geben sollte.

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