Die Würfel sind gefallen Markus Merk macht's

Des einen Leid ist des anderen Freud: Weil die deutsche Fußball-Nationalmannschaft schon in der Vorrunde der Euro 2004 die Segel gestrichen hat, geht nun für Markus Merk, den Zahnarzt aus Kaiserslautern, ein Traum in Erfüllung.
Markus Merk darf das EM-Finale pfeiffen. Foto: dpa

Markus Merk darf das EM-Finale pfeiffen. Foto: dpa

HB ESPINHO. Als zweiter Deutscher nach dem inzwischen verstorbenen ehemaligen DDR-Referee Rudi Glöckner aus Markranstädt bei Leipzig, der 1970 in Mexiko das WM-Finale Brasilien - Italien (4:1) pfiff, wurde der Mann aus der Pfalz mit der Leitung eines Finales bei einem großen Turnier betraut. Die 10- köpfige Schiedsrichter-Kommission der Europäischen Fußball-Union (Uefa) nominierte den 42 Jahre alte Bundesliga-Rekordunparteiischen (243 Spiele) am Montag einstimmig für das Endspiel der 12. Fußball-EM am Sonntag in Lissabon. Ihm assistieren Christian Schäer (Emsdetten) und Jan-Henrick Salver (Stuttgart).

"Super! Ein Traum geht für mich und mein Team in Erfüllung. Für ein Finale von solchem Format ausgewählt zu werden, ehrt mich, macht mich richtig glücklich und ist ein unwahrscheinlich schönes Gefühl", strahlte Merk im Schiedsrichter-Hotel "Solverde" im Badeort Espinho nahe Porto. Sichtlich stolz stand er im Blickpunkt der internationalen Presse und gab in fließendem Englisch gut ein Dutzend Interviews.

Erwartet hatte der nach dem EM-Vorrunden-K.o. des deutschen Teams zum Endspielfavoriten avancierte fünfmalige "DFB-Schiedsrichter des Jahres" seine Nominierung nicht, "weil ich nie etwas erwarte und die Dinge lieber auf mich zukommen lasse". Gehofft aber hatte er schon.

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