Die Zahl der Kundendepots stieg um 226 Prozent
Direkt Anlage Bank weitet Gewinn aus

Das Neue Markt Unternehmen hat das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2000 trotz hoher Aufwendungen für die Neukundengewinnung mit Gewinn abgeschlossen.

Reuters FRANKFURT. Die am Neuen Markt gelistete (DAB) hat das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2000 trotz hoher Aufwendungen für die Neukundengewinnung mit Gewinn abgeschlossen.

Für die drei Monate von Juli bis September wies die am Neuen Markt notierte Tochter der Hypo Vereinsbank am Donnerstag ein Ergebnis vor Steuern von 4,5 Millionen Euro aus, nachdem die Direkt Anlage Bank AG im dritten Quartal 1999 noch einen Verlust von 0,7 Millionen Euro verbucht hatte.

Allein für Marketing gab die Bank dabei 6,1 (2,4) Millionen Euro aus. Das Ertragsvolumen - die Summe aus Zins- und Provisionserträgen - sprang auf 49,75 (20,23) Millionen Euro und übertraf damit auch die Erträge des zweiten Quartals von 45,5 Millionen Euro um neun Prozent.

Die Börse reagierte mit Kursgewinnen auf die Zahlen.

Hier der Tagesverlauf der DAB-Aktien

"Die Zahlen entsprechen auf der Ertragsseite unseren Erwartungen", sagte Analyst Philipp Häßler von der BHF Bank - in Frankfurt. Für das Marketing habe die DAB aber deutlich weniger ausgegeben als im zweiten Quartal. Die Direktbank habe sich damit wohl an das Börsenumfeld angepasst, sagte Häßler. An seiner Verkaufsempfehlung hält er fest, auch wenn die Branche sich gut entwickele.

Die Direktbanken in Deutschland seien im internationalen Vergleich überbewertet. Der Preisdruck und der Wettbewerb würden noch zunehmen.

In den ersten neun Monaten 2000 hat die Direkt Anlage Bank mit 22,5 (4,1) Millionen Euro zwar deutlich mehr für Marketing ausgegeben als im Vorjahr, der Aufwand je Kunde sank jedoch auf 112 von 179 Euro. Im dritten Quartal lagen die Kosten für die Akquisition neuer Kunden bei 164 (251) Euro je Kunde. Der Gewinn vor Abzug der Marketingkosten übertraf mit 10,6 (Vorjahr: minus 0,22) Millionen Euro ebenfalls den im Vorquartal erzielten Wert von 10,1 Millionen Euro.

In den ersten neun Monaten lag das Ergebnis vor Steuern bei 5,03 (0,12) Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss belief sich den Angaben zufolge auf 78,1 (29,5) Millionen Euro. Die Zinsüberschüsse vor Risikovorsorge wurden mit 28,8 (10,58) Millionen Euro angegeben.



DAB verwaltet 330 101 Depots

Insgesamt verwaltete die DAB Ende September 330 101 (101 214) Depots, mehr als drei Mal so viel wie ein Jahr zuvor. Im dritten Quartal sind knapp 37 000 Depots hinzu gekommen. Das Volumen der aktiven Depots stieg auf 11,4 (4,3) Milliarden Euro, Ende Juni 2000 waren es noch 10,1 Milliarden Euro. Das gesamte Kundenvermögen lag bei 12,9 Milliarden Euro, 5,1 Milliarden Euro davon lagen in Investmentfonds.

In den Quartalszahlen noch nicht berücksichtigt seien die Zahlen der französischen Self Trade SA, die die DAB im September übernommen hat. Der Pariser Direktbroker legte den Angaben zufolge für die drei Monate von Juli bis September ein Ergebnis von 3,4 (Vorjahr gesamt: 0,1) Millionen Euro vor. Der Umsatz stieg auf 32,6 (1999 gesamt: 9,0) Millionen Euro.

Am 30. September hatte Self Trade nach eigenen Angaben 36.508 Kunden, 22,3 Prozent mehr als Ende Juni. Das Pariser Unternehmen wird laut DAB ab 2001 konsolidiert.

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