Die Zeit der Superstars ist abgelaufen
Konservative Portfoliomanager gefragt

Von den früheren "Superstars" hat die Investmentbranche mittlerweile "die Nase voll", wie aus einer Studie der US-Personalberatungsgesellschaft Russell Reynolds Associates hervorgeht.

Reuters NEW YORK. Derzeit bevorzugten die Investmentgesellschaften Portfoliomanager, die nicht wie in der Vergangenheit durch einen "aggressiven Investitionsstil" auffielen und jedem Trend blind hinterherliefen. Hoch im Kurs stünden nunmehr Mitarbeiter mit einem teamorientierten und disziplinierten Arbeitsstil. Die Investmentgesellschaften hätten die Geduld mit den Berühmtheiten der 80er und 90er Jahre verloren. Die Vermögensverwalter suchten nun keine Solisten mehr, sondern eher unbekannte Fachleute mit Erfahrung, vor allem in der Verwaltung von riskanteren Anlageprodukten wie Hedge-Fonds.

In der Boomphase der Aktienmärkte vor knapp drei Jahren wurden einige Fondsmanager mit ihren extrem wachstumsorientierten Anlagestrategien als "Superstars" gefeiert. Die anschließende Talfahrt an den Börsen hat die Gewinne bei den Fondsgesellschaften und anderen Vermögensverwaltern zum Teil deutlich geschmälert. Viele Fonds mussten deshalb geschlossen oder mit anderen Investmentprodukten fusioniert werden. Eine Reihe von Managern von Hochtechnologiefonds oder anderen aggressiven Wachstumsprodukten haben bereits ihre Posten aufgegeben oder sind wegen mangelhafter Leistung ersetzt worden.

Die Investmentgesellschaften stellen außerdem weniger Personal für die Verwaltung von Aktienfonds ein und bezahlen geringere Boni für leitende Mitarbeiter, wie aus der Studie weiter hervorgeht. Für die Verwaltung von Hedge-Fonds und Anleihen würden dagegen mehr Experten gesucht. Diese beiden Finanzprodukte hatten sich in den schwachen Börsenphasen zumeist gut gehalten.

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