Dienstleister für erneuerbare Energien
Umweltkontor rechnet mit starkem Wachstum

Der am Neuen Markt gelistete Dienstleister für erneuerbare Energien Umweltkontor Renewable Energy erwartet in den kommenden beiden Jahren ein starkes Umsatz- und Gewinnwachstum.

Reuters FRANKFURT. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) werde sich 2002 auf 15,3 Millionen Euro belaufen und in den beiden kommenden Jahren auf 26,6 beziehungsweise 44,8 Millionen Euro ansteigen, sagte Vorstandschef Heinrich Lohmann am Mittwoch auf dem Haubrok Financial Forum in Frankfurt. Der Umsatz werde im laufenden Jahr 240,1 Millionen Euro betragen. In den beiden folgenden Jahren erwartet das Unternehmen dann Erlöse von 340,5 beziehungsweise 450,4 Millionen Euro. Mit den Zahlen gab das Unternehmen erstmals in diesem Jahr Prognosen zur künftigen Geschäftsentwicklung ab. Umweltkontor hatte im Jahr 2001 bei einem Umsatz von 164 Millionen Euro einen operativen Gewinn von zehn Millionen Euro verbucht.

Grund für die Wachstumsaussichten sei unter anderem das von der Regierung eingeführte Erneuerbare Energiegesetz (EEG), was den Unternehmen der Wind- und Solarenergiebranche Vergütungen für ihren Strom garantiert, erklärte Lohmann. Das EEG hat bereits in den vergangenen Jahren für hohe Wachstumsraten in der Branche gesorgt. Zudem plane Umweltkontor, international und dabei besonders in Süd- und Osteuropa zu expandieren, ergänzte der Vorstandschef.

Die für 2003 und 2004 genannten Umsatz- und Gewinnprognosen wertete Patrick Hummel, der die Unternehmen der Branche für die LB Baden-Württemberg beobachtet, als zu "hoch gegriffen". Die Wachstumsraten, die sich das Unternehmen durch die jüngste Übernahme von New Mine Energy verspricht, seien auch zu ambitioniert. Allein die Finanzierung der Wachstumspläne, etwa im Solar-Bereich oder bei der Produktion von Bio-Diesel, werde auf Grund des hohen Kapitalbedarfs sehr schwierig, ergänzte Hummel. Schließlich seien die Banken derzeit sehr vorsichtig bei der Finanzierung von Projekten.

Am Neuen Markt gaben Umweltkontor-Aktien in einem deutlich höheren Gesamtmarkt leicht um 0,34 Prozent auf 2,89 Euro nach.

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