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Dienstwagen: Versteuern Sie nicht zuviel

Wer einen Dienstwagen auch privat nutzen kann, muss den geldwerten Vorteil nach der Ein-Prozent-Methode versteuern oder den Anteil von Dienst- und Privatfahrten durch ein Fahrtenbuch nachweisen.

Das Fahrtenbuch lohnt sich, wenn Sie ein teures Auto privat und geschäftlich nutzen fast ausschließlich geschäftlich unterwegs sind oder wenn Sie ein teures Privatauto für Dienstreisen nutzen, und den vom Arbeitgeber nicht erstatteten Kostenanteil in der Anlage N Ihrer Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen wollen. Einfach nach der Ein-Prozent-Methode abrechnen sollten Sie einen Dienstwagen, den Sie nur selten wirklich geschäftlich nutzen oder einen kleinen Gebrauchtwagen mit niedrigen Anschaffungskosten als Firmenwagen bekamen.

Wer sich für die Ein-Prozent-Methode entscheidet, sollte die folgenden Punkte prüfen.

  • Die Anschaffungskosten für Sportfelgen, Autotelefon, Radio oder Navigationssystem treiben den geldwerten Vorteil nicht in die Höhe, wenn Sie solche Extras erst nachträglich eingebaut wurden, denn entscheidend ist der Listenpreis am Tag der ersten Zulassung.



  • Stand das Fahrzeug, zum Beispiel während des Betriebsurlaubes für sie unzugänglich auf dem Firmengelände? Dann müssen Sie für diese Zeit keinen privaten Nutzungsanteil versteuern.
  • Wenn der geldwerte Vorteil für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte auf Ihrer Gehaltsabrechnung pauschal versteuert wird können die Fahrten im Rahmen der Werbungskosten steuermindernd geltend machen. Vorsicht! wenn der Arbeitgeber die Pauschalsteuer übernimmt, ist auch das ein steuerpflichtiges Extra.

Das sollten Sie bedenken, wenn Sie ein Fahrtenbuch führen:

  • Für jede Fahrt sollten Sie sofort eintragen: Anfangs-km-Stand, Reiseziel, Reisezweck, Gesprächspartner und End-km-Stand. Wenn das Fahrtenbuch Fragen offen lässt, wird es insgesamt und nicht nur für die lückenhaft eingetragene Fahrt nicht mehr anerkannt.
  • Das Buch muss zeitnah geführt werden. Das Finanzamt erlaubt es nicht, dass am Jahresende die fehlenden Daten nachgereicht werden.
  • Auch alle Privatfahrten gehören ins Fahrtenbuch. Bei Reiseziel und Reisezweck muss sich das Finanzamt aber mit dem Vermerk "privat" zufrieden geben.
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