„Dieser Fremdenhass hier ist unerträglich"
Ungeliebter Österreicher

Kaiserslauterns Fans lehnen Trainer Kurt Jara ab, doch der zog sein Rücktrittsangebot zurück. Präsident Jäggi fährt angesichts der ständigen Anfeindungen schweres Geschütz gegen die Anhänger auf.

KAISERSLAUTERN. Manchmal verlangt die Seele nach schneller Erleichterung, einem Ausbruch der Gefühle, der die Umwelt unerwartet trifft und in Erstaunen versetzt. Kurt Jara geht es in Kaiserslautern immer öfter so.

Nach der dramatischen 3:4-Niederlage im Elfmeterschießen im DFB-Pokal gegen Schalke 04 war es wieder so weit. Das Spiel hatte Jara wohl sehr mitgenommen. Nachdem seine Mannschaft das in der 90. Minute durch Sand erzielte 3:2 in der Nachspielzeit noch ausgleichen konnte, führten die Lauterer in der Verlängerung durch Teber bereits 4:3 und wähnten sich in der nächsten Runde. Doch Kristajic erzwang mit seinem Tor in der 116. Minute noch das Elfmeterschießen.

Die knappe Niederlage in Verbindung mit den Schmäh-Rufen der Zuschauer auf dem Betzenberg waren zu viel für den 53 Jahre alten Österreicher. "Ich bin stinksauer. Buhrufe, Pfiffe von den Fans. Es geht die ganze Zeit gegen mich. Das, was hier abgeht, kann ich nicht mehr akzeptieren", schimpfte Jara. Er überlege sich ernsthaft, wie lange er das noch mitmache. Später erklärte er: "Es musste raus, es hatte sich so viel aufgestaut." Die Fans pfiffen ihn bei jeder seiner Einwechslungen aus (Selim Teber allerdings schoss dann zwei Tore) und forderten Hamburgs Trainer Klaus Toppmöller als Nachfolger.

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