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Dieter Hoeneß kritisiert „Macht-Vakuum“ im DFB

Die anhaltende Torwart-Debatte in der Nationalmannschaft und die Diskussionen über die radikalen Reformen von Neu-Bundestrainer Jürgen Klinsmann sind laut Dieter Hoeneß auch ein Produkt des derzeitigen „Macht-Vakuums“ im Deutschen Fußball-Bund (DFB).

dpa BERLIN. Die anhaltende Torwart-Debatte in der Nationalmannschaft und die Diskussionen über die radikalen Reformen von Neu-Bundestrainer Jürgen Klinsmann sind laut Dieter Hoeneß auch ein Produkt des derzeitigen "Macht-Vakuums" im Deutschen Fußball-Bund (DFB).

"Das muss in den nächsten Wochen und Monaten geklärt werden", forderte der Manager von Hertha BSC, Mitglied des Arbeitskreises Nationalmannschaft, im DSF. "Das Vakuum muss gefüllt werden", forderte Hoeneß. Der einzige Weg dazu sei im Hinblick auf die WM 2006 im eigenen Land, DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder wieder stark zu machen. "Es gibt keinen anderen", so der Hertha-Manager.

Mayer-Vorfelder soll jedoch auf dem Verbandstag am 23. Oktober in Osnabrück die Führung des größten Sportfach-Verbandes der Welt mit dem bisherigen Schatzmeister Theo Zwanziger teilen. "Was mir nicht gefällt, ist, dass der DFB jetzt amerikanisiert wird", meinte Hoeneß. Natürlich könne und müsse die neue sportliche Führungstroika mit Klinsmann, Joachim Löw und Oliver Bierhoff einzelne Dinge verändern. Aber es habe für die WM 2006 auch gute Modelle im Verband gegeben, so Hoeneß.

Indes sieht sich Oliver Kahn unbeeindruckt von dem beim 3:1 in Österreich erstmals angewandeten Rotationsprinzip im deutschen Tor. "Meine Erfahrung ist groß genug, dass ich die Dinge jetzt nicht überbewerte. Wer meint, ich würde explodieren, der kennt mich wirklich nicht", sagte der von Klinsmann abgesetzte DFB-Kapitän in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung: "Nein, ich bleibe da ganz ruhig und gelassen. Und vertraue auf meine Stärke."

Zu den Entscheidungen seines ehemaligen Mannschafts-Kollegen Klinsmann sagte Kahn: "Jetzt ist er der Chef der DFB-Elf, hat die Verantwortung für das Ganze. Er muss erfolgreich sein und setzt dafür eben seine eigenen Mittel ein. So ist das eben und damit komme ich auch zurecht."

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