Differenzen ausgeräumt
Böhme bleibt ein Königsblauer

Der FC Schalke 04 hat den Vertrag mit seinem "Enfant terrible" Jörg Böhme nach einigem Tauziehen bis zum 30. Juni 2006 verlängert. Die Weiterverpflichtung des 29 Jahre alten Nationalspielers durch den Fußball-Bundesligisten war nach Differenzen über die Berufsauffassung Böhmes lange in Frage gestellt.

HB/dpa GELSENKIRCHEN. "Er ist ein verrückter Typ, bei dem die Übergänge zwischen Genie und Wahnsinn manchmal fließend sind", sagte Schalkes Manager Rudi Assauer am Mittwoch, "aber auf Grund seiner Unberechenbarkeit bereitet er auch dem Gegner immer wieder Kopfzerbrechen und ist jemand, der ein Spiel entscheiden kann."

So versöhnliche Worte hatte Assauer für den exzentrischen Mittelfeldakteur, der seit drei Spielzeiten für die "Königsblauen" in 82 Bundesligaspielen 22 Tore erzielte, und dessen Eskapaden nicht immer parat. Mehrfach hatte er Böhme im vergangenen Jahr unprofessionelles Verhalten vorgeworfen, ihn im Dezember sogar kurzzeitig aus dem Kader verbannt und mit Rauswurf gedroht.

"Die Differenzen mit dem Manager sind ausgeräumt, der Verein hat wieder Vertrauen zu mir. Damit ist die Basis für die Zukunft gelegt", meinte Böhme. Der Mittelfeldspieler verlegt seinen Wohnsitz wieder aus dem ostwestfälischen Steinhagen in die Nähe von Gelsenkirchen, um die weite Anfahrt zum Training zu vermeiden. Er habe "nie einen Hehl daraus gemacht", dass er sich auf Schalke wohl fühle, sagte Böhme. Und er hat noch einiges vor: "Wir haben zwei Mal den DFB-Pokal gewonnen. Jetzt habe ich noch einmal drei Jahre Zeit, diesen Erfolgen weitere hinzuzufügen."

Einen Schlussstrich unter die Auseinandersetzung mit Böhme hat auch Assauer gezogen. "Wir haben uns ausgesprochen. Jörg weiß nun, was wir von ihm erwarten. Das sind sicher keine Undinge", sagte er. Zweifel an der Qualität des Linksfußes habe er sowieso nie gehabt: "Wir waren immer vom dem überzeugt, was Jörg Böhme sportlich zu leisten im Stande ist."

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